Zum ersten Mal hat ein Bezirk den Mut, seine Großvorhaben mit vielen Einzelheiten offenzulegen. An den Rathausstandorten in Mitte und im Internet kann jetzt jeder Berlins erste Vorhabenliste einsehen. Zu jedem der 50 Projekte gibt es einen Steckbrief, der die wichtigsten Fragen beantwortet: Was ist geplant? Was kostet es? Wer bezahlt es? Wird eine Bürgerbeteiligung stattfinden? Wie ist der Verantwortliche zu erreichen?
Am Alex soll es eine bessere Kita-Versorgung geben
Die meisten Vorhaben gibt es im Bereich Alex (12 Projekte), im Zentrum Wedding (9), in Moabit West (7) und Moabit Ost (6). Im Regierungsviertel sind es dagegen nur zwei. Das teuerste Projekt ist mit 9,4 Millionen Euro die Sanierung des Gebäudekomplexes Nauener Platz – mit Haus der Jugend, Familienzentrum und einer Jugendamtseinrichtung.
Eine Schönheits-OP für 2,1 Millionen Euro bekommt der Max-Josef-Metzger-Platz in Wedding. Dort werden neue Sport, Spiel- und Grünflächen eingerichtet. Rund um Alex hat eine verbesserte Kita-Versorgung höchste Priorität: Acht Neubau- und Sanierungsvorhaben für Kitas und Kinderzentren sind geplant. Die Gesamtkosten stehen noch nicht fest.
Bald soll es eine gesamtstädtische Vorhabenliste geben
Investiert wird aber auch in die Kultur: Das alte Wertheim-Haus, heute Kulturfabrik Lehrter Straße, bekommt für 3,1 Millionen Euro einen Innenausbau und eine neue Außenhülle spendiert. In Planung ist zudem ein Ausbau des Kulturstandorts Turmstraße 75 mit der Galerie Nord.
Richtig spannend wird es, wenn Bürgermeister von Dassel seine Amtskollegen ins Boot holt: Bald soll es eine gesamtstädtische Vorhabenliste auf einem landeseigenen Web-Portal geben. Die Übersicht für Mitte (www.berlin.de/ba-mitte) wird ab sofort regelmäßig aktualisiert und demnächst noch um eine Such- und Filterfunktion erweitert.
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