Alles, was man braucht, ist ein Smartphone und die kostenlose „infrest“-App, der man den Zugang zu Kamera und Ortungssystem erlauben muss. Das Handy richtet man auf eine rot-weiße Norm-Warnbake oder einen rot-weiß markierten Kunststoff-Zaun der Baustelle, von der man etwas wissen will – und schon zeigt der Bildschirm die Infos.
In Berlin steht viel bevor
Vorgeführt wurde die App an der Potsdamer, Ecke Großgörschenstraße, wo die Wasserbetriebe seit Januar auf insgesamt 500 Metern für 3,5 Millionen Euro 90 Jahre alte Trinkwasserleitungen ersetzen. Deshalb müssen hier auch die vier anderen an der App beteiligten Unternehmen tätig werden – Alliander Stadtlicht (Ampeln), NBB Netzgesellschaft (Gas), Stromnetz Berlin und Vattenfall Wärme. Im März 2019 soll alles fertig sein.
Das bekommt man zu sehen, nachdem man eine Bake gescannt hat.
© Lehrke
Insgesamt haben die Fünf in Berlin viel vor: 2019 bis 2021 sind 3,6 Milliarden Euro in der Bau-Planung.
Auch staatliche Baustellen aufnehmen
Die App eröffnet auch Wege, mit den fünf Firmen telefonisch oder per Mail in Kontakt zu treten – zum Beispiel, um eine umgestürzte Baustellenabsperrung zu melden. Echte Kommunikation, bei der auf Fragen geantwortet wird, ist erst für 2019 geplant.
Bezirke und Senat beteiligen sich noch nicht. Ihre Straßenbaustellen werden nur dann erfasst, wenn in deren Folge auch die Leitungsunternehmen tätig werden. Es gebe aber Gespräche, auch die staatlichen Straßenbaustellen aufzunehmen, sagt Jürgen Besler, Geschäftsführer von infrest. Das ist eine Tochterfirma von NBB, Stromnetz Berlin und Vattenfall Wärme, sie ließ die App von der Firma Mastersolution (Plauen) entwickeln.
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