Der Brasilianer ist erst 19 Jahre alt, gerade mal zehn Tage in Berlin und völlig neu im Team und gibt Kommandos an die Mitspieler! Ganz starker Auftritt von Allan. Dem Jungen zuzuschauen bringt richtig Spaß. Starker Spielaufbau als Sechser vor der Abwehr, immer anspielbar und dazu Super-Pässe in die Tiefe.
Das Tor zum 1:0 bereitete er mit einem Steilpass auf Sinan Kurt vor. Dessen Flanke legte Valentin Stocker zurück auf Julian Schieber und der Stürmer traf aus 14 Metern zum 1:0 (18.).
Danach ging zwar Al Jazira mit 2:1 durch Tore von Moubarak (33.) und Boussoufa (36./Foulelfmeter) in Führung, doch Allan, der den Elfer verschuldet hatte, spielte und glänzte fröhlich weiter. Trainer Pal Dardai freute sich: „Ich habe doch gesagt, dass er ein guter Junge ist.“
Und dabei ist er fast nicht zu bremsen. In der 82. Minute musste Allan vier Minuten an der Außenlinie wegen Wadenkrämpfen behandelt werden.
Und wechselte sich selbst wieder ein, obwohl er fast nicht mehr laufen konnte. Dieser Einsatzwille war selbst Dardai zu viel und schickte ihn vom Feld in die Kabine.
Der Coach zu der kuriosen Szene: „Auch wenn er noch wollte, wir gehen kein Risiko ein. Aus einem Krampf kann ein Muskelfaserriss werden. Kraft für 90 Minuten hat er. Aber Allan hatte viel Reisestrapazen in den letzten Tagen.“ Das brasilianische Juwel drängt ihn die Stammelf.
Und auch Genki Haraguchi setzte ein Ausrufezeichen. Der Japaner schaffte einen Doppelpack (81./82.) zum 3:2-Endstand. Der Konkurrenzkampf bei Hertha wird härter ...
So spielte Hertha: Jarstein - Haraguchi, Hegeler, Stark, Ronny - Allan - Stocker, Baumjohann (63. Kohls), Kurt - Allagui, Schieber (46. Owusu)
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