Erst 2019 soll es eröffnet werden. Doch schon am 1. Juni, beim Tag der offenen Tür, dürfen die Bürger schon mal schnuppern. Manfred Rettig, Vorstand des Bauherren Stiftung Berliner Schloss-Humboldtforum: „Alles läuft nach Plan.“ Keine Überschreitung der 590 Millionen Euro Baukosten, finanziert vom Bund, dem Land Berlin und mit versprochenen Spenden des Fördervereins.
Der Rohbau sieht aus wie jeder andere. Graue Betonwände, hölzerne Schalungen, jede Menge Eisengeflecht. Rettig: „Die drei historischen barocken Außenfassaden werden ab 2015 begonnen.“
Auf der Spreeseite wird die Fassade modern, bietet Restaurants Platz, ist Schlendermeile. Rettig: „Wie im Palast der Republik sollen sich hier die Menschen amüsieren. Vielleicht stellen wir die Gläserne Blume wieder auf.“ Was mit der Ruinensprengung 1950 begann, wurde zum Traum vom Wiederaufbau des alten Residenzschlosses preußischer Herrscher. Der Deutsche Bundestag beschloss es 2002 – als „Humboldtforum“.
Der Schlüterhof, benannt nach dem berühmten Schloss-Baumeister, wird teilweise historisch rekonstruiert.
© Andreas Klug Lizenz
Manfred Rettig, Stiftung Berliner Schloss-Humboldtforum, in der 100 Meter langen öffentlichen Passage.
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Barocke Musterfassade. Die Schmuckelemente werden in der Schlossbauhütte Spandau gefertigt.
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Im Keller die ehemalige Wachstube und Küche. Sie wird bei der Ausstellung zum "archäologischen Fenster".
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Mit Kühldecken und Erdwärme aus 40 Metern Tiefe spart man Energie. Das Schloss wird auch gedämmt.
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Alles über das Schloss erfahren Neugierige in der Humboldtbox. Spenden kann man da auch.
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Benannt nach zwei außerordentlich wissbegierigen Gelehrten: dem Naturforscher Alexander von Humboldt (1769-1859) und dessen Bruder Wilhelm (1767-1835), Sprachforscher, Mitbegründer der Humboldt-Universität. Rettig erläutert große Pläne: „In diesem Gebäude soll das Thema Dialog der Kulturen erlebbar gemacht werden.“ Mit den außereuropäischen Sammlungen und asiatischer Kunst, die aus den Museen in Dahlem in die zweite und dritte Etage ziehen werden, Bibliotheken, Kongressen und Festen.
Bis zu 150 Bauarbeiter arbeiten seit der Grundsteinlegung Mitte 2013. Damit im Frühjahr 2015 Richtfest gefeiert werden kann. Ob dann schon die noch benötigten 25,5 Millionen da sind, um zum Beispiel die komplette Kuppel zu rekonstruieren, bei der bis jetzt nur die tragenden Sandsteine finanziert sind? „Es haben sich gerade wieder Spender gemeldet“, sagt Rettig zuversichtlich. Man kann aber auch noch später ergänzen, wofür jetzt noch das Geld fehlt.
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