Berliner Stadtautobahn

Hier entstehen neue Großbaustellen

Eine davon ist das Dreieck Funkturm - der Spaghettiknoten der Avus.

Peter Neumann
Lesezeit 2 Min
Bis zu 200.000 Fahrzeuge pro Tag: die Autobahn A100 am Dreieck Funkturm in Berlin. 

Bis zu 200.000 Fahrzeuge pro Tag: die Autobahn A100 am Dreieck Funkturm in Berlin. 

© imago/Schöning

Noch genießen die Autofahrer Schonfrist. Doch in einigen Jahren werden sich zwei Teile der Stadtautobahn in Großbaustellen verwandeln.

Zu ihnen gehört das Dreieck Funkturm, wo die Avus auf den Stadtring stößt. Der Spaghettiknoten, der zu den am stärksten genutzten Verknüpfungspunkten im deutschen Autobahnnetz gehört, ist verschlissen. Die 20 Brücken aus den 1960er-Jahren müssen neu gebaut werden.

Aber auch die Verkehrsführung genügt heutigen Standards nicht mehr. Mittendrin befindet sich eine Anschlussstelle – das geht gar nicht. Um den Verkehr zu entzerren, werden die Auf- und Abfahrt auf die Avus verlegt, sagt Burkhard Pott, Projektleiter bei der Projektsteuerungsgesellschaft Deges. Derzeit ist die Rampe, auf der man von der Avus kommend auf die A100 Richtung Wedding fährt, viel zu kurz – ein Bereich, an dem auswärtige Kraftfahrer ins Schwitzen kommen. „Die Rampe wird deutlich verlängert“, so Pott.

Rudolf-Wissell-Brücke wird abgerissen und neu gebaut

Zwischendurch hieß es, dass die Arbeiten bis zu zwölf Jahre dauern. Nun ist von sieben bis acht Jahren Bauzeit die Rede. Baubeginn: nicht vor 2023, so die Deges.

Das gilt auch für die zweite Großbaustelle in diesem Bereich. Die Rudolf-Wissell-Brücke, die im Verlauf der A100 die Spree überspannt, wird abgerissen und neu gebaut. Immerhin: Während der ersten drei Jahre der siebenjährigen Bauzeit werden die Autofahrer kaum Einschränkungen spüren, sagt Projektleiter Wolfgang Pilz. Dann wird auf der alten Brücke der Verkehr weiter fließen, während nebenan der erste Teil der neuen entsteht.

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