Tränen auf dem Pius-Friedhof an der Konrad-Wolf-Straße in Hohenschönhausen. Eine Handvoll Trauergäste, darunter zwei Ermittler der 7. Mordkommission, versammelten sich am Montag, um 14 Uhr auf dem Areal der Ruhesttätten für Babys und Kinder.
Zur Melodie von "Schlaf, Kindlein, schlaf!" wurde der weiße Kindersarg in die Erde gelassen. Niemand konnte etwas über das neugeborene Mädchen sagen, das am 8. März 2016 in Handtücher gewickelt in einem blauen Müllsack gehüllt in einem Park an der Lichtenberger Ruschestraße entdeckt worden war.
"Schlaf Kindlein, schlaf" wird spielt, als der kleine Sarg in die Erde gelassen wird.
© Klaus Oberst
"Der Säugling war laut Obduktion absolut lebensfähig", sagt ein Polizeisprecher. Doch statt Liebe und Fürsorge wurde es einfach entsorgt. Seitdem ermittelt die Polizei mit sehr viel Aufwand in dem Fall. 5000 Euro Belohnung sind für Hinweise ausgelobt, die zur Mutter des toten Mädchens führen.
Massenspeicheltests ohne Ergebnis
Außerdem wurden Massenspeicheltests an mehreren Hundert Frauen vorgenommen, darunter aus einer Flüchtlingsunterkunft, die sich in der Nähe des Fudortes befindet. Über 1600 Frauen aus der näheren Umgebung wurden aufgerufen, eine Speichelprobe abzugeben. Keine dieser Proben ergab bisher eine Übereinstimmung mit der DNA des Babys.
"Bisher wurden rund 950 DNA-Proben ausgewertet. Es fehlen noch 700 weitere", erklärt Polizeisprecher. Vorherige kriminalistische Analysen hatten ergeben, dass die gesuchte Mutter des getöteten Baby aus dem südosteuropäischen Raum stammt und erst seit einigen Jahren in Berlin oder im Berliner Umland lebt. Die unbekannte Frau soll zudem in einem Haushalt mit einer dunkel getigerten Hauskatze gelebt haben. LEX, KOB
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