Comeback für „Trimmy"

Senatorin Klimmzug: Zurück zur Trimm-Dich-Bewegung der 70er

Dilek Kalayci will in Berliner Parks Sportgeräte aufstellen lassen.

Elmar Schütze
Lesezeit 2 Min
Senatorin Dilek Kalayci holt Trimmy zurück. Die Trimm-Dich-Pfade sollen ein Comeback feiern.

Senatorin Dilek Kalayci holt Trimmy zurück. Die Trimm-Dich-Pfade sollen ein Comeback feiern.

© dpa/Collage

Trimmy war ein fröhlicher Typ mit großem Kopf und kurzer Sporthose. Wo Trimmy zu sehen war – also in Parks und Grünanlagen – waren hölzerne Gerüste und Gestänge nicht weit. Plus Anleitungen, sie zu benutzen. Trimmy war das Maskottchen der Trimm-Dich-Bewegung. In den 80ern, als sich Sportstudios und Jogging breitmachten, verfielen bundesweit mehrere Tausend längst hoffnungslos veraltete Trimm-Dich-Pfade. Doch nicht alle haben Trimmy vergessen.

Zeitgemäße Sportgeräte für Berlins Parks

„Trimmy war bekannter als Willy Brandt“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Freitag beim wirtschaftspolitischen Frühstück der IHK – für eine Sozialdemokratin ein bemerkenswerter Satz. Zusammen mit dem Landessportbund (LSB) will die Senatorin Anfang nächsten Jahres das Programm „Berlin bewegt sich“ auflegen und in Parks aller Bezirke zeitgemäße Sportgeräte aufstellen lassen. Als Investitionsmittel für den Haushalt 2020, der derzeit verhandelt wird, sind zwei Millionen Euro eingeplant. Gespräche hat es schon mit Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg und Neukölln gegeben.

Der LSB soll für die Betreuung der Geräte sorgen, Vereine aus der Umgebung sollen Übungsleiter für Kursangebote bereitstellen. „Das kann eine gute Sache werden, aber man muss sich darum kümmern“, sagte Sportbund-Präsident Thomas Härtel. Nur eines scheint sicher: Trimmy wird dabei wohl nur noch in Gedanken mitturnen.

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