Trainer Pal Dardai sagt mit einem schelmischen Grinsen: „Wir wollen bei Bayer frech sein!“ Oder eben dreist!
Die Betonung liegt auf drei. Das ist am Samstag die magische Zahl! Endlich mal wieder drei Punkte. Geht nicht? Gibt es nicht! Vor neuneinhalb Jahren gewann Hertha das letzte Mal bei der Pillentruppe. Die Blau-Weißen waren krasser Außenseiter, Bayer hätte bis zur Halbzeit schon mindestens 4:0 führen müssen, traf aber das Tor nicht.
So ging es auch im zweiten Durchgang weiter. Dann erzielte Andrej Voronin in der 89. Minute das 1:0! Das war einer der dreckigsten, dreistesten Auswärtssiege der Blau-Weißen. Und wer war der Vorlagengeber für Voronin? Arne Friedrich mit der Trikotnummer 3!
Volle Power über 90 Minuten
Die magische Ziffer trägt jetzt Per Skjelbred. Also, Schelle, bedien doch einfach mal Stürmer Davie Selke!
Denn in der Offensive hapert es 2018 noch. Nur zwei Tore bisher (Selke beim 1:1 gegen Dortmund und Salomon Kalou beim 1:1 gegen Hoffenheim). Hertha hat in der Rückrunde mit dem Krisenklub HSV den schlechtesten Sturm! Also, wer macht am Samstag Tor Nummer 3?
Die Blau-Weißen haben aber mit nur drei Gegentreffern die beste Abwehr der Liga! Diese Null muss stehen – Verzeihung, die Drei – drei muss hinten stehen bleiben. Das wird hart genug. Denn Leverkusen hat den schnellsten Sturm der Bundesliga. Dardai scherzt: „Wir bauen eine Berliner Mauer auf. Nein, wir werden ganz hoch verteidigen, um so die Angriffe früh zu stören.“
Das Hinspiel gewann Hertha immerhin 2:1. Dardai: „Damit können wir jetzt aber nicht mehr viel anfangen.“ Leverkusen ist jetzt besser als noch im Oktober. Einen kleinen Vorteil gibt es: Bayer hat 120 Pokal-Minuten (4:2 n.V. gegen Bremen) in den Knochen. Herthas große Chance: Volle Power über 90 Minuten und dann mal ganz dreist treffen.
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