Spiel gegen 1860 München

Kurios: Union Berlin feiert 0:0-Sieg

Starke erste Hälfte und eine halbe Stunde Abwehrschlacht in Unterzahl reichen für Union Berlin nicht offiziell zum Sieg.

Dajana Rubert
Lesezeit 3 Min
Unions Michael Parensen kämpft gegen Maximilian Wittek von 1860 um den Ball.

Unions Michael Parensen kämpft gegen Maximilian Wittek von 1860 um den Ball.

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Fäuste ballend und klatschend bejubeln Keeper Haas und Co. den Abpfiff. Auch ohne Sieg ist die Stimmung bei weitem besser als noch vor einer Woche beim 2:2 gegen Kaiserslautern.

Denn Union schafft es in München endlich, den Kasten sauber zu halten. Auch wenn die Löwen Hain (2.), Kagelmann (4.), Okotie (55., 61.) und Adlung gar per Elfmeter (63.) und freiem Schuss (78.) beste Chancen hatten.

Die Eisernen ziehen sich daran hoch, trotz Unterzahl ab der 63. Minute nach dem Elfer-Rot für Benjamin Kessel eine halbe Stunde ohne Gegentor zu bleiben. „Wir haben gekämpft und waren diszipliniert, genau diese Tugenden haben wir unter der Woche im Training gefordert“, lobt Trainer Düwel seine Jungs.

Zumal es in Sachen Schiedsrichterentscheidungen nach dem Schlusspfiff durchaus Diskussionspotenzial gab. „Okotie hätte gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen, als er von Kessel zu Foul gebracht wurde“, ärgert sich Düwel. Nur zwei Minuten zuvor war der Münchner nämlich im Strafraum nach einem Duell mit Keeper Haas gefallen. Schiri Schriever pfiff zwar die klare Schwalbe, gab aber keine Gelbe Karte, die Okotie unter die Dusche geschickt hätte.

Hätte, hätte, Muschelkette!

Hätte Union nämlich schon in der ersten Hälfte selbst mal getroffen, hätte man über vieles gar nicht mehr reden müssen. Skryzbski zum Beispiel hatte gleich zwei Dinger (16., 26.) auf dem Fuß. „Wenn ich eine davon mache, sieht das alles hier ganz anders aus. Das tut mir leid für die Jungs“, gesteht der kleine Wirbelwind nach dem Spiel.

„Wir haben in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gezeigt, haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Nur das Toreschießen hat nicht geklappt“, weiß auch Düwel.

Natürlich kann das Ergebnis keinen Jubel auslösen und natürlich werden die eisernen Pessimisten ihre Argumente aufzählen: Zu viel zugelassen. Verdammt Glück gehabt. Vorne fehlt der letzte Schritt, der Biss, der Wille. Auch richtig.

Aber dennoch darf man sich der Mannschaft anschließen. 0:0 gewonnen und Augen nach vorn. „Wenn wir so gegen Leipzig spielen, hinten zu null, und wir dann noch ein Tor machen, dann gewinnen wir endlich. Und das werden wir auch“, ballt Skrzybski die Faust zum Angriff gegen die Bullen am Freitag.

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