Koalitions-Zoff

SPD will U-Bahn verlängern, Grüne und Linke für neue Straßenbahnen

Berlins Nahverkehr platzt aus allen Nähten. Die Koalition streitet über Lösungswege.

Gerhard Lehrke
Lesezeit 2 Min
Eine U-Bahn der Linie U2.

Eine U-Bahn der Linie U2.

© picture alliance / dpa

Die SPD verlangt drei Verlängerungen, weil das Berliner Mobilitätsgesetz gleichwertige Verkehrsangebote in der gesamten Stadt und nicht nur in der Innenstadt vorschreibe, wie der Verkehrsexperte Tino Schopf sagt.

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Das sind die drei Projekte:

U8 vom Bahnhof Wittenau durchs Märkische Viertel (zwei Kilometer, drei Stationen) bis zum künftigen Haltepunkt der Heidekrautbahn am Wilhelmsruher Damm.

U2 von Bahnhof Pankow bis Pankow Kirche (650 Meter, eine Station).

U3 von Krumme Lanke bis S-Bahnhof Mexikoplatz (600 Meter, eine Station).

Die SPD rechnet mit Gesamtbaukosten von 400 Millionen Euro – zumal unter dem Wilhelmsruher Damm schon 500 Meter, unter der Berliner Straße in Pankow bereits 200 Meter Tunnel vorhanden sind. Zunächst jedoch solle das Abgeordnetenhaus einen Teil der etwa 20 Millionen Euro Planungskosten in den Doppelhaushalt 2020/21 schreiben. Dann bestehe die Chance, 2025 mit dem Bauen zu beginnen und binnen drei, vier Jahren fertig zu sein.

Der SPD-Verkehrsexperte Tino Schopf sagt, die Koalition sei mit dem Versprechen einer Verkehrswende angetreten, jetzt müssten Taten folgen. Aber nicht bei der U-Bahn, finden Grüne und Linke. Zu teuer, zu langsam beim Bau. Sie setzen auf den Ausbau der Straßenbahn, die aber nicht nur in den Augen der SPD, sondern auch der CDU und der FDP nicht reicht, die Massen von Fahrgästen in der wachsenden Stadt zu bewältigen und selbst im Stau stehe.

Und so hat die SPD weitere Verlängerungen im Auge. Der Spandauer Abgeordnete Daniel Buchholz verlangt eine Machbarkeitsstudie, ob man neben dem Märkische Viertel noch weitere Großsiedlungen mit der U-Bahn erschließen kann. Sein Plan: Dass man die U2 von Ruhleben über Rathaus Spandau in das Wohngebiet Falkenhagener Feld mit 40 000 Bewohnern verlängert, die U7 von Rathaus Spandau in die etwa gleichgroße Siedlung Heerstraße Nord. 

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