Gleichberechtigung ist eine super Idee, sollte selbstverständlich sein. Die SPD aber übertreibt das Ganze. In der Kreisdelegiertenversammlung der SPD-Mitte wurde nun beschlossen, dass bei parteiinternen Sitzungen die Redeliste geschlossen werden muss, wenn sie nicht mehr quotiert ist. Heißt für die Politiker: Meldet sich keine Frau mehr für einen Beitrag, können Männer ihre Meinung nicht mehr äußern.
„Völliger Quatsch“, echauffiert sich ein SPD-Mitglied, das aus Rücksicht auf die Genossinnen ungenannt bleiben will. „Hier erleben wir falsch verstandene Gleichberechtigung. Niemand, wirklich absolut niemand, hindert Frauen daran, sich zu einem Thema zu melden. Wenn sie das nicht tun, kann das wohl nicht die Schuld der Männer sein, die dann darunter leiden.“
Nicht die einzige Regelung, die das Geschlechterverhältnis in Zukunft betrifft. Auch die Redelisten für Referenten sollen bei allen SPD-Veranstaltungen quotiert sein. Egal, welche Qualität die jeweiligen Redner haben. Zusätzlich soll eine „geschlechtergerechte Sprache“ eingeführt werden und spezielle Angebote für Frauen in den Abteilungen und Arbeitsgemeinschaften geschaffen werden.
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