SPD

Das Kreuz mit den Wahlkreisen

Berliner SPD kürt Kandidaten für 2016. Wer ist künftig die Nr. 2 hinter Müller?

Mike Wilms
Lesezeit 2 Min
SPD-Chef Jan Stöß (li) kandidiert zum ersten Mal für das Berliner Parlament. Zwischen SPD-Fraktionschef Raed Saleh (m.) und Stöß droht ein Machtkampf. Aber Michael Müller (re.) bleibt die unangefochtene Nr. 1 in der Berliner SPD. 

SPD-Chef Jan Stöß (li) kandidiert zum ersten Mal für das Berliner Parlament. Zwischen SPD-Fraktionschef Raed Saleh (m.) und Stöß droht ein Machtkampf. Aber Michael Müller (re.) bleibt die unangefochtene Nr. 1 in der Berliner SPD. 

© dpa

Für die Sozis sollte es der „Super Saturday“ werden – der Supersonnabend. Die Berliner SPD wollte klären, wer am 18. September 2016 in welchem der 78 Wahlkreise antritt. Vor allem das Ergebnis des Führungstrios um Müller, Fraktionschef Raed Saleh (38) und Landeschef Jan Stöß (42) war entscheidend: Würde einer der SPD-Bosse abgestraft?

Auf den ersten Blick nicht: Müller schaffte das Traum-Ergebnis. Alle 125 Delegierten in seinem Heimatkreisverband Tempelhof-Schöneberg stimmten für ihn. Er wurde zum Direktkandidaten im Wahlkreis 4 erkoren – und auch einstimmig auf Listenplatz 1 gewählt.

Stöß hingegen kandidiert zum ersten Mal für das Abgeordnetenhaus. Er sicherte sich zwar mit 82 Prozent der Stimmen Wahlkreis 2 in Mitte. Der wurde seit 1990 aber immer von der Linken (damals PDS) gewonnen.

Was wird passieren, wenn er 2016 ins Parlament einzieht? Es ist kein Geheimnis, dass ein Streit mit Raed Saleh (SPD) um dessen Posten als Fraktionschef droht. Viele Sozis rechnen mit einem „Showdown“, zumal Müller von Salehs politischen Alleingängen genervt sein soll. Ein schwelender Machtstreit im Führungs-Trio: So etwas kann im Wahlkampf belastend sein.

Saleh schaffte am Sonnabend ein gutes Ergebnis: fast 95 Prozent. Er tritt im Spandauer Wahlkreis 2 an. MOW   

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema