Spaßbad im Tierpark Berlin

Geht Andreas Knieriem damit baden?

CDU und Senat lehnen ein Spaßbad für den Tierpark Berlin ab.

Norbert Koch-Klaucke
Lesezeit 2 Min
Als Entwurf gibt es die Anlage schon.

Als Entwurf gibt es die Anlage schon.

© zVg Lizenz

Die neue Spaßbad-Diskussion – Sportsstaatssekretär Andreas Statzkowski (CDU) brachte sie erneut ins Rollen. „Der Bau eines Bades auf dem Tierpark-Gelände wird vom Senat und den Berliner Bäder-Betrieben nicht verfolgt“, antwortete er gerade auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Fraktion.

Damit will sich der Urheber der Spaßbad-Idee, SPD-Fraktionschef Raed Saleh, nicht zufriedengeben. Er hält weiter an dem Plan fest, konterte: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

Trotz Haushalts-Debatten dürfe man das Vorhaben nicht aufgeben, so Saleh. Schließlich hatte er im März mühsam erreicht, dass sich der Tierpark-Chef für den Spaßbad-Plan begeistert. „Das Bad bringt einen erheblichen Mehrwert“, sagte Knieriem damals, der zuvor „kein Bademeister“ sein wollte.

Die CDU kann nicht verstehen, dass Saleh weiter für das Spaßbad wirbt. Viele Christdemokraten lehnen den Plan ab, werten ihn als Alleingang eines SPD-Mannes. „Von dem Bad im Tierpark war nie ernsthaft die Rede. Davon steht auch nichts in der Koalitionsvereinbarung“, heißt es aus Kreisen der CDU-Fraktion. Der Koalitionspartner SPD müsse sich an Fakten halten. Es gilt der Beschluss, dass zwei große Bäder in Pankow und Mariendorf für 60 Millionen Euro gebaut werden. „Man muss sehen, wie sie bei den Berlinern ankommen“, heißt es. „Ein Tierpark-Bad würde momentan die Haushaltslage gar nicht zulassen.“

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