Spanier kippt nach 52 km vor Erschöpfung fast vom Podest

Oh Schleck! Contador zittert sich zum Tour-Sieg

BK
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Pauillac - Da stand Alberto Contador auf dem Podest: Mit größter Mühe hatte er sich ins Gelbe Trikot gequält, die Knie ganz, ganz weich. Bei seinem berüchtigten Pistolero-Jubel zitterte die linke Hand. Tränen kullerten, das Gesicht verriet totale Erschöpfung. Ja, Strafe muss sein.Seit seiner unfairen Attacke in den Pyrenäen, als Andy Schleck die Kette vom Zahnblatt gesprungen war, hatte der Spanier in der Gesamtwertung acht Sekunden Vorsprung auf den Luxemburger. Alle Experten und er selbst hielten Contador für den deutlich besseren Zeitfahrer. Die Tour schien vor dem 52 km langen Kampf gegen die Uhr schon entschieden. Fast hätte sich Contador zu früh gefreut.Denn Schleck, dieser spindeldürre Hering, nahm sein Herz in beide Waden und strampelte bei ganz fiesem Wind das Zeitfahren seines Lebens. Und hatte zwischendurch plötzlich nur noch zwei Sekunden Rückstand. Aber für 52 km Tempobolzen ist dieser Körper nicht konstruiert, am Ende war der Rückstand auf 39 Sekunden angewachsen. Aber Andy hatte die Gewissheit, Contador gehetzt, zum Stoßgebet getrieben ("Schleck, lass nach ..."), ihm wirklich alles abverlangt zu haben. Alberto: "Ich musste noch einmal alles geben." Ein bisschen Strafe muss ein.Den Tagessieg machten die Spezialisten unter sich aus: Fabian Cancellara gewann vorm Cottbuser Tony Martin.------------------------------

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