Was war Jake Gyllenhaal (34) für ein süßer Kerl, als er hier vor elf Jahren zusammen mit Emmy Rossum (28) den Roland-Emmerich-Katastrophenkracher „The Day After Tomorrow“ vorstellte. Aus luftiger Höhe im China Club schaute der Hollywood-Welpe verträumt auf das wachsende Berlin. Inzwischen ist er selbst gewachsen – künstlerisch und physisch: Junge, hat der sich für seinen neuesten Film verändert!
In „Southpaw“ (Kinostart ist der 20. August) spielt Gyllenhaal einen vom Schicksal gebeutelten Boxchamp, und er hat sich dafür kiloweise Muskelberge antrainiert. Fast ein halbes Jahr lang schindete sich der Weltstar im Studio. Die körperliche Verwandlung ist einschüchternd und eindrucksvoll zugleich. Im Film darf Jake an der Seite von Rachel McAdams (Ehefrau) und 50 Cent (Manager) für sein Comeback schuften. Ein Berlin-Comeback sollte es für den ehemaligen Berlinale-Juror dagegen nicht geben. Die Deutschland-Premiere musste ohne den Cast stattfinden. Ein Spektakel ist es aber trotzdem geworden.
Denn: Der Tobis-Filmverleih hatte für die Gala keine Mühen gescheut – und gleich mal die Columbiahalle am Columbiadamm angemietet. Drinnen wurde ein Box-Ring aufgebaut.
Trainerlegende Ulli Wegner (73) und Halbmittelgewicht-Interims-Weltmeister „Golden“ Jack Culcay (29) zeigten dort zuerst drei Runden Show-Training und dann noch mehr ...
Wegner sagte dem KURIER: „Wir machen ein bisschen Wettkampfsparring, damit die Leute einen Einblick bekommen, und dann gucken wir uns natürlich den Premierenfilm an.“
Wofür das schlagkräftige Gespann und die anderen geladenen Gäste Sitzfleisch brauchten. Denn wie es sich für ein Melodram gehört, dauert „Southpaw“ stattliche 124 Minuten.
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