Sommerfest

Union Berlin eröffnet die neue Ball-Saison

Die Eisernen feierten ihre Saisoneröffnung in der Alten Försterei. Zum Trainingsauftakt mit allen Neuzugängen kamen 4000 Fans. Bei einem Spieler bekamen alle Gänsehaut.

Mathias Bunkus
Lesezeit 4 Min
Für Benny Köhler war der Saisonauftakt hochemotional.

Für Benny Köhler war der Saisonauftakt hochemotional.

© City-Press GbR Lizenz

Donnernder Applaus von den Rängen bei der Eröffnung der Köpenicker Ball-Saison. Denn jeder der rund 5000 Besucher im Stadion an der Alten Försterei wusste, wer da jetzt im Kreis der Kollegen auflaufen würde – Benny Köhler! „Mir geht es von Tag zu Tag besser. Aber der Doc kam gleich zu mir und sagte, ich soll ein bisschen ruhiger machen. Wer mich kennt, der weiß aber, dass ich so schnell wie möglich wieder auf dem Rasen stehen möchte. Dafür muss der Doc Verständnis haben. Ich werde jetzt noch ein paar Tage in den Urlaub fahren und dann wieder angreifen“, meint Benny Köhler.

Muss noch erwähnt werden, dass der 34-Jährige mit den lautesten Fußballgott-Rufen bedacht wurde? In Jeans, aber immerhin mit seinem künftigen Arbeitsdress, stand er da und genoss die Ovationen. Der böse Lymphdrüsenkrebs ist zwar noch nicht ganz Vergangenheit. Noch ist der düstere Schatten nicht komplett verjagt.

Aber es sieht gut aus. Die letzte Chemotherapie liegt hinter dem Mittelfeldspieler. Und so die Abschlussuntersuchung Ende kommenden Monats mitspielt und kein unerwarteter Rückschlag auftritt, wird er Stück für Stück in den Arbeitsalltag eines Profis zurückkehren.
Der begann gestern für seine 23 Kollegen mit leichten Aufwärmübungen, dem obligatorischen Kreisspielchen und einem lockeren Trainingskick „Rot gegen Schwarz“.

Neben den sechs Neuzugängen – Stephan Fürstner (Rückennummer 8), Raffael Korte (13), Benjamin Kessel (5), Collin Quaner (21), Dennis Daube (10) und Kenny Prince Redondo (18) – begrüßte Trainer Norbert Düwel auch Perspektivspieler aus den eigenen Reihen. Jonas Beyer und Nils Stettin gehören in der Vorbereitung zum Profi-Kader der Eisernen.

„Man hat gesehen, dass die Jungs alle gut in der Pause gearbeitet haben. Wenn man heute hier steht und die Atmosphäre spürt, dann ist man automatisch heiß“, meinte Trainer Norbert Düwel, der auch gleich das Saisonziel ausgab: „Wir waren letztes Jahr Siebter. Dieses Jahr wollen wir uns verbessern. Also irgendwo zwischen Platz 1 und 6 ins Ziel kommen.“

Zahlreiche Union-Fans nutzten die Info-Stände und Shops, um sich in jeder Hinsicht auf den neuesten Stand zu bringen.

Zahlreiche Union-Fans nutzten die Info-Stände und Shops, um sich in jeder Hinsicht auf den neuesten Stand zu bringen.

© Lorenz Lizenz

Kaum waren die Tore für das Union-Sommerfest geöffnet, herrschte Andrang am Stand des Berliner KURIER, der ab der Saison 2015/2016 wieder Medienpartner der Eisernen ist. Vorn rechts Elmar Jehn, komm. Chefredakteur, unterhält sich mit Union-Fans und KURIER-Lesern.

Kaum waren die Tore für das Union-Sommerfest geöffnet, herrschte Andrang am Stand des Berliner KURIER, der ab der Saison 2015/2016 wieder Medienpartner der Eisernen ist. Vorn rechts Elmar Jehn, komm. Chefredakteur, unterhält sich mit Union-Fans und KURIER-Lesern.

© Schmidt Lizenz

Eine der Haupt-Attraktionen beim Sommerfest: Teste Deine Schuss-Stärke! „Der von hier“ hat eine Torwand mit Radar aufgestellt. Klar, dass man denjenigen mit dem eisern-härtesten Schuss ausmachen will.

Eine der Haupt-Attraktionen beim Sommerfest: Teste Deine Schuss-Stärke! „Der von hier“ hat eine Torwand mit Radar aufgestellt. Klar, dass man denjenigen mit dem eisern-härtesten Schuss ausmachen will.

© Schmidt Lizenz

Wie hart wird der Schuss wohl werden? Die Haltung dieses Union-Fans stimmt schon mal.

Wie hart wird der Schuss wohl werden? Die Haltung dieses Union-Fans stimmt schon mal.

© Schmidt Lizenz

So viel Union-Liebe macht hungrig, doch Bratwurst und Bier schaffen hinreichend Abhilfe.

So viel Union-Liebe macht hungrig, doch Bratwurst und Bier schaffen hinreichend Abhilfe.

© Schmidt Lizenz

Kurz vor dem offiziellen Aufmarsch der Mannschaft ist die Alte Försterei bereits gut gefüllt.

Kurz vor dem offiziellen Aufmarsch der Mannschaft ist die Alte Försterei bereits gut gefüllt.

© Lorenz Lizenz

Steht auf, wenn ihr Unioner seid!

Steht auf, wenn ihr Unioner seid!

© Kronsbein Lizenz

Wenn die (zukünftigen) eisernen Helden aufmarschieren, zücken die Fans ihre Smartphones und Kameras.

Wenn die (zukünftigen) eisernen Helden aufmarschieren, zücken die Fans ihre Smartphones und Kameras.

© Lorenz Lizenz

Unions Stadion- und Pressesprecher Christian Arbeit stellt die Mannschaft vor. Benjamin Köhler ist ebenfalls dabei (schwarze Jogginghose).

Unions Stadion- und Pressesprecher Christian Arbeit stellt die Mannschaft vor. Benjamin Köhler ist ebenfalls dabei (schwarze Jogginghose).

© Kronsbein Lizenz

Union-Maskottchen Ritter Keule (nicht verwechseln, links im Bild) und KURIER-Sportchef Andreas Lorenz haben Spaß.

Union-Maskottchen Ritter Keule (nicht verwechseln, links im Bild) und KURIER-Sportchef Andreas Lorenz haben Spaß.

© Lizenz

Klasse Paar: Hertha-Tanja und Eiserne Plauze.

Klasse Paar: Hertha-Tanja und Eiserne Plauze.

© Lorenz Lizenz

Immer wieder pickte sich Arbeit einzelne Profis raus. Das lockerte das mit Musikprogramm unterlegte Show-Training mit kleineren Interviews auf. Superstimmung im Ballhaus des Ostens. Auch ohne Punktspiel-Atmosphäre. Die Pause war zwar kurz. Erschien den meisten wohl doch recht lang. Aber der Vorfreude tat das keinen Abbruch.

Im Gegenteil: Schließlich soll die Spielzeit 2015/16 das Union-Jahr schlechthin werden. Mit dem Comeback von Köhler nach der Winterpause. Mit tollem Fußball. Am liebsten mit dem im Union-Jargon „AJ“ getauften „Aufstieg! Jetzt!“ natürlich. Da wäre keiner wirklich böse drüber an der Wuhle. Und schon gar nicht der KURIER als neuer Medienpartner der Eisernen.

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