Die zuständige Senatorin steckt schon tief in den Vorbereitungen. Elke Breitenbach (Linke) will etwa 4000 bis 4500 Stellen schaffen und damit zehn Prozent der Berliner Langzeitarbeitslosen versorgen. Die genaue Zahl hängt davon ab, wie groß und wie flott die Bundesregierung das Thema „öffentliche Beschäftigung“ anpackt. Breitenbach will am liebsten ein eigenes Berliner Modellvorhaben „schnell hinkriegen“ und „nach der Sommerpause mit den ersten Projekten loslegen“.
Neue Jobangebote - nur für wen?
Langzeitarbeitslose sollen die Möglichkeit bekommen, etwa als Helfer für Senioren oder Flüchtlinge zu arbeiten. Breitenbach nennt Fahrgastbegleiter als konkretes Beispiel: Sie holen ältere Menschen zu Hause ab, begleiten sie auf einer Fahrt in Bus und Bahn und bringen sie wieder nach Hause. Wichtig sei, so Breitenbach in der „taz“, dass durch die öffentlich finanzierten Stellen keine regulären Jobs vernichtet werden, etwa von Handwerkern. Zudem dürften Langzeitarbeitslose nicht dazu gezwungen werden, eine Stelle anzunehmen.
Zuständig für das Projekt: Senatorin Elke Breitenbach.
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Ungeklärt bleibt vorerst, ob das neue Job-Modell allen Langzeitarbeitslosen angeboten wird oder nur Betroffenen, die es am regulären Arbeitsmarkt besonders schwer haben – etwa Ältere, Alleinerziehende und psychisch Kranke. Geht es nach dem Regierenden Müller, soll das Modell dazu dienen, Arbeitslose für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Senatorin Breitenbach sieht das entspannter, betrachtet auch die staatlich geschaffenen Stellen als „normale Arbeitsplätze“.
Zur Finanzierung des Ganzen steht bisher fest, dass sich Bund und Land die Rechnung teilen. Eine konkrete Summe nennt die Senatorin aber noch nicht.
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