So tickt der neue Alba-Trainer

Retter Muli Katzurin

Kai-Uwe Zickerick
Lesezeit 2 Min

Berlin - Der Mann weiß, was von ihm erwartet wird. "Es geht um nicht weniger als die Meisterschaft. Und um Erfolg im Eurocup." Muli Katzurin, der neue Alba-Trainer, nimmt die Herausforderung offensiv und optimistisch an.Was bringt einen Menschen dazu, den sicheren Job als Sportdirektor des israelischen Basketball-Verbandes (Laufzeit bis 2015) aufzugeben, um für möglicherweise nur fünf Monate nach Berlin zu kommen? "Eine der größten Herausforderungen meiner über 30-jährigen Trainer-Laufbahn", sagt der 56-Jährige, "denn ich habe noch nie ein Amt mitten in der Saison übernommen."Katzurin verfügt in jedem Fall über die Erfahrung, das schlingernde Alba-Schiff mit der eklatanten Auswärtsschwäche auf Kurs zu bringen. "Der Kader ist stark, ich kenne fast alle Spieler, beobachte die Bundesliga seit vier Jahren über Satelliten-TV. Für konstanten Erfolg aber reicht Talent nicht aus, der Wille muss da sein. Jeder Spieler muss daran glauben." Jenkins, Allen und Co. diese Überzeugung einzutrichtern, wird die Hauptaufgabe des Israeli werden.Viel Zeit bleibt nicht. Noch in dieser Woche stehen die richtungweisenden Aufgaben im Eurocup morgen gegen Panellinios Athen (20 Uhr, O2 World) und am Sonntag in der Bundesliga bei TBB Trier an. Muli: "Wir werden es mit aller Härte anpacken. Ich hasse es, zu verlieren."In Berlin war Katzurin übrigens zuletzt vor zehn Monaten. "Für zwei Tage mit meiner Freundin. Das hatte nichts mit Basketball zu tun. Das war ganz privat."Zu der Zeit war er noch Trainer beim viermaligen tschechischen Meister CEZ Nymburg. Mulis Lebensgefährtin soll übrigens schnell nachkommen, wenn er eine Wohnung gefunden hat.------------------------------

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