So schlagen sich die Stars aus der Hauptstadt

Wer Berlin kann, kann auch Dschungelcamp

Vor einer Woche zogen elf mehr oder minder bekannte TV-Narzissten ins Dschungelcamp. Grinsekatzen, Sex-Symbole, Durchgeknallte – die Mischung stimmt. Könnte man meinen.

MARCUS BÖTTCHER
Lesezeit 4 Min
Angelina Heger bei ihrer ersten Dschungelprüfung.

Angelina Heger bei ihrer ersten Dschungelprüfung.

© RTL/Stefan Menne Lizenz

Lediglich Teilzeit-Choleriker Walter (der mit dem skurrilen Buckel und den dünnen Ärmchen) und Sachsen-Sternchen Sara sorgen für Unterhaltung. Dabei ist mit vier Kandidaten der Berlin-Anteil hoch wie nie. Und die Berliner Schnauze legendär. Nur: Warum packt sie keiner aus?

Angelina Heger: Im Playboy war’s schöner

Eigentlich will Angelina Heger, geboren in Berlin, mal für den Kindernotdienst arbeiten. Dafür muss die 21-Jährige jedoch selbst erst mal erwachsen werden. Zugegeben, im Playboy und bei der Unterwasser-Prüfung, machte Prinzesschen nicht die schlechteste Figur. Wenn man nur auf ebendiese achtete. Im Camp aber gibt sie sich nach langweiligem Anfang nun weinerlich. Gekuschelt ins Kissen (samt Foto ihres Freundes) winselte sie in Gedanken an ihre Mutter: „Mamas die ihre Kinder lieben, die nehmen dich auch mit 40 Jahren wieder auf.“

Und auch essen (also die Reis-Bohnen-Pampe) mochte das Dschungelkind nicht mehr. Sie wollte lieber Schokolade. Sie bräuchte „Elektrolyte“. Hört, hört. Schwieriges Wort. Verwunderlich: Dass sie nicht mit dem Fuß aufstampfte und „Menno!“ schrie. Immerhin: Donnerstag bekam sie einen! Löffel mit viel Wasser hinunter. Ihre Mitcamper waren schwer genervt, aber jetzt ist es passiert: Angelina Heger hat die Brocken hingeworfen und das Camp verlassen. .

Rolfe weint um Eltern und Schwester

Rolf Scheider sind die schönen Seiten des Lebens nicht fremd. Als Model watschelte er in den 80ern über die Laufstege dieser Welt, puderte als Visagist hübsche Gesichter, betrieb seine eigene Model-Agentur und durfte als Juror neben Heidi Klum Platz neben. Ein tolles Leben, von Schönheit und Glück umgeben. Vor vier Jahren aber kam die Dunkelheit ins Leben des 58-Jährigen.

„Meine Eltern sind 2010 verstorben“, erklärte Rolfe gestern. „Meine Mutter ist an einer Lungenembolie am 3. Januar gestorben und mein Vater hat sich sterben lassen. Er wollte nicht mehr ohne seine Frau leben.“ Sein Vater hatte einen Herzinfarkt, sei in die Klinik gekommen, lag nur noch an der Maschine. Unter Tränen sagte der Casting-Direktor: „Und da ich die Autorisation hatte, musste ich ihn halt sterben lassen.“

Doch es kam noch schlimmer. Immer tiefer ließ Scheider in seine Seele blicken. „Meine Schwester hat mit 19 Selbstmord gemacht. Und so habe ich keine Eltern und keine Schwester mehr. Ich bin allein. Dann habe ich meine Eltern einäschern lassen, und jetzt sind die in Paris. Dann habe ich so Porzellan-Medaillons mit ihren Fotos gemacht, und dann gehe ich immer hin und lege die Hand auf, und dann habe ich Kontakt mit denen. Dann sind sie noch da.“

Ja, der Jörn ist wirklich drin ...

Abenteuer wollte er erleben. Dschungelkönig werden sowieso. Beide Träume sind für Jörn Schlönvoigt so realistisch wie eine „Schauspiel“-Karriere außerhalb von GZSZ. Der 28-Jährige mag zwar Schwiegermamas Traum sein – im Reigen der Angeknipsten geht der Köpenicker unter.

Es gibt eben Szenarien im Leben, da sind eine gute Erziehung, Aufrichtigkeit, Bescheidenheit und Warmherzigkeit weniger (bis gar nicht) gefragt. Und so ein Szenario ist der Dschungel. Immerhin: Jörn hat’s selbst geschnallt: „Es kann schon sein, dass die Leute nicht merken, dass ich im Camp bin. Was mache ich schon? Ich polarisiere nicht. Mache Feuer und Wasser.“

Bei Maren schießen die Hormone

Bezeichnend, dass es in der RTL-Fotodatenbank bislang nur ein (!) Foto der Ex-Buchstaben-Fee Maren Gilzer gibt. Sie zeigt sich langweilig, bieder, blass. Bislang. Denn nach Tagen der Trägheit hat sie Möchtegern-„Italian Stallion“ Aurelio für sich entdeckt. Mit Funkeln in den Augen schwärmte sie von seinen Tattoos. Sie stotterte, schaute verschämt zu Boden, spielte mit ihren Zöpfen: „Ich hab mich nicht getraut, richtig hinzuschauen.“

Süß. Glitzer-Gilzer als Teenager. Siegen die Hormone? Schließlich gab die 54-Jährige 2013 die Trennung von Ehemann, Medienmanager Egon F. Freiheit (68), bekannt.

Alle Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html

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