„So'ne Scheiße … wir steigen auf.“

Eiserne Fans sind bereit für Erste Liga

Die Fans schielen schon auf die Radkappe.

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Die Union-Kicker feiern die Fans, die Fans feiern die Mannschaft.

Die Union-Kicker feiern die Fans, die Fans feiern die Mannschaft.

© dpa

Berlin Jubelgesänge erfüllten die frühlingshafte Abendluft in der Alten Försterei. Unten auf dem Rasen schubste Sebastian Polter Torhüter Daniel Mesenhöler zum Abfeiern Richtung Waldseiten-Umzäunung. Von oben schallte ihm zur Melodie von Frank Zanders Hertha-Hymne „Nur nach Hause“ der neue Hit der Union-Fans entgegen. Und der geht so: „So'ne Scheiße … wir steigen auf.“

Das Dauergrinsen im Gesicht eines jeden Union-Anhängers wurde Samstag noch breiter. Weil Hannover in Karlsruhe mit einer 0:2-Pleite patzte, bleiben die Köpenicker nach Spieltag 23 auf Rang zwei. Und egal wie morgen Braunschweig und Stuttgart spielen: Union profitiert auf jeden Fall. Entweder, die Schwaben werden noch mal richtig mit reingezogen in den dramatischen Aufstiegskampf! Oder aber Braunschweig verliert den Anschluss auf die entscheidenden Plätze eins bis drei.

Wobei Union jetzt mehr will. „Wir schauen nicht mehr nach hinten. Wir wollen uns jetzt da oben festbeißen“, verriet Damir Kreilach. Der hatte sich mit seiner Aktion zum 2:0 den neuen Spitznamen Rastelli von Köpenick verdient. Toni Leistners abgerutschter Freistoß („Ich wollt ihm noch extra Effet mitgeben“) landete auf dem Schädel von Sebastian Polter. Dessen Kopfballverlängerung nahm Kreilach mit rechts mit, legte ihn mit der Fußsohle nach links und umkurvte Robert Wulnikowski. Alles eine einzige, fließende Bewegung. Sein sechster Saisontreffer. Ein wunderschönes Tor, an dem sich selbst ein neutraler Fußballfan nicht sattsehen kann. Und Kreilach hat noch lange nicht genug. „Zweistellig würde ich schon gerne noch treffen“, verriet der Kroate.

Auch die Union-Fans haben noch lange nicht genug. Sinnbildlich dafür stand Edelfan Bernhard. Wild schwenkte er eine Radkappe auf der Haupttribüne. Union schielt nach dem vierten Sieg in Serie − neuer Rekord für die Eisernen in Liga zwei – nun sogar nach der Meisterschale, im Volksmund nur als Radkappe bekannt.

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