Jetzt im Februar, wenn der Winter so langsam zu Ende geht, haben viele Menschen mit einem Tief zu kämpfen. Sie kommen morgens mühsamer als sonst aus dem Bett, fühlen sich oft schlapp, müde und abgespannt. Und außerdem sehnen wir uns besonders jetzt nach Sonne und Wärme. Und das ist auch richtig so. Denn Wärme ist eine ganz wunderbare Naturarznei. Dafür gibt es so viele praktische Beweise: Sie kann zum Beispiel Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Gelenk- und Wirbelsäulen-Beschwerden deutlich lindern. Und man kann - wenn man rechtzeitig handelt - mit Wärme sogar eine Erkältung abwenden. Dafür stehen uns viele, verschiedene Wärme-Quellen zur Verfügung. So können wir mit ganz einfachen Mitteln wie einer Wärmflasche, einem Saunabesuch oder einem Bad mit heilenden Kräutern unser Wohlbefinden steigern und unser Immunsystem auf Vordermann bringen.------------------------------Mollig warm dank WärmflascheSie haben das sicher auch schon erlebt. Sie kommen nach Hause und spüren, wie Ihnen eisige Kälte den Rücken hochkriecht. Kopf und Gliedmaßen schmerzen. Sie fühlen sich schwach und denken: "Ich glaube, ich werde krank!" Wenn Sie nicht sofort etwas dagegen tun, dann kommt es auch tatsächlich so.Aber Sie können die Gefahr abwenden: Mit einer simplen Wärmequelle, die schon unsere Großmütter hatten und auf die auch wir heute nicht verzichten sollten. Es ist die Wärmflasche.Wenn Sie keine haben, holen Sie das gute Stück aus Ihrer Hausapotheke, füllen Sie es mit nicht zu heißem Wasser, damit Sie keine Hautverbrennungen bekommen. Wer doch heißeres Wasser einfüllen möchte, könnte die Wärmflasche mit einem Handtuch umwickeln.Setzen Sie sich bequem vor den Fernseh-Apparat und legen Sie die Wärmflasche ins Kreuz oder in den Rücken.Es dauert nur ein paar Minuten: Dann strömt eine angenehme Wärme vom Rücken aus durch den ganzen Körper. Diese Wärme macht sie schnell wieder stark, aktiviert Ihre natürlichen Abwehrkräfte.Doch es gibt für die Wärmflasche noch andere Einsatz-Möglichkeiten. Wenn Sie kalte Füße haben, dann stellen Sie die Wärmflasche beim Fernsehschauen einfach drauf oder nehmen Sie sie mit ins Bett.Die gute alte Wärmflasche hilft sogar bei Magenbeschwerden. Einfach nach dem Essen auf den Bauch legen und bald geht es Ihnen bestimmt wieder besser.------------------------------Starkes Immunsystem dank einem FußbadBesonders Frauen kennen das - die Füße sind mal wieder eiskalt. Ein Fußbad bringt schnell Abhilfe und wärmt schön durch. Lesen Sie mal, wie Sie das "uralte bewährte Hausmittel" am besten "anrichten":Gießen Sie in einen Eimer sechs bis sieben Liter Ihnen angenehm warmes Wasser, verrühren darin eine Hand voll Salz und nehmen Sie 20 Minuten lang ein Fußbad.Wenn Ihnen dabei sehr warm wird, sollten Sie die Füße aus dem Wasser nehmen, abtrocknen, dicke Wollsocken anziehen und sich ins Bett legen. Das gibt dem Immunsystem neue Kräfte. So kann es besser mit Viren und Bakterien fertig werden.Wichtig ist, dass bei diesem Fußbad auch die Waden unter Wasser sind. Nur dann macht diese Wärme-Therapie Sinn.Besonders wirksam gegen eine beginnende Erkältung ist auch ein ansteigendes Fußbad.Die Anfangs-Temperatur des Wassers sollte dabei 35 bis 37 Grad Celsius betragen.Stellen Sie zusätzlich ein Gefäß mit heißem Wasser bereit und gießen Sie davon immer wieder etwas ins Fußbad.Die Temperatur sollte binnen 15 Minuten auf 39 bis 42 Grad Celsius ansteigen.------------------------------Wärme aus dem SchlammDie heilenden Fango-KräfteSpeziell bei Verspannungen und Gelenkschmerzen helfen oft Wärme-Auflagen oder Bäder mit Fango.Das Wort Fango leitet sich vom italienischen "fanghi" ab und bedeutet "heilender Schlamm".Bereits im antiken Ägypten hat man heiße Schlammpackungen genutzt. Der römische Dichter Herodot bestätigte die heilsamen Kräfte aus Edel-Schlamm.In Deutschland begann die Tradition der Fango-Packungen mit dem Aufblühen des Kurwesens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Besondere: Es handelt sich dabei um ein mineralisches Peloid, um Heilschlamm.Er ist ein Ablagerungs-Produkt aus längst vergangenen Zeiten, als es bei uns noch Vulkane gab.Die Hauptbestandteile des Heilschlammes sind Kieselsäure und verschiedene Metalloxide von Titan, Aluminium, Eisen, Mangan, Natriun, Kalium, Magnesium und Calcium. Dazu kommen noch Spurenelemente. Der pH-Wert des Fangos ist neutral bis schwach alkalisch und liegt im physiologisch gut verträglichen Bereich. Und so wirkt er:Warme Kompressen fördern die Durchblutung, regen den Stoffwechsel an, entspannen die Muskel und lindern Schmerzen. Es kommt zu einer Tiefenwirkung.Warme Packungen helfen bei Rheuma, Nervenschmerzen, Ischias, chronischen Magen- und Darm-Beschwerden, bei Unterleibskrämpfen und bei Wirbelsäulen- und Gelenks-Erkrankungen. Man kann aber auch wunderbar Stress abbauen und Folgen von Stress wie Verspannungen behandeln.Kalte Kompressen bremsen Entzündungen und lindern Schmerzen. Die Auflagen machen Sinn bei Zerrungen, Verstauchungen, Prellungen, bei akuten Entzündungen im Magen-, Darm- und Blasen-Bereich.Tipp: Bei heißen und warmen Anwendungen hat es sich bewährt, wenn man 3 bis 4 Wochen jeweils pro Woche 2 bis 3 Packungen durchführt. Die Packung wird im Backrohr erhitzt oder im Kühlschrank gekühlt.------------------------------Gut geschützt bei Wind und WetterNur ein gut durchwärmter, optimal durchbluteter Körper verfügt über starke Abwehrkräfte. Darum sollte man darauf achten, keine Wärme zu verlieren. Mit diesen Tipps klappt's.Gehen Sie mit festen, warmen Schuhen ins Freie. Denn: Wer eine Stunde mit kalten Füßen umherläuft, senkt in den Mundschleimhäuten die Temperatur um 2 bis 3 Grad Celsius. Folge: Die Mund- und Rachen-Schleimhäute sind schlecht durchblutet und werden zu einem Tummelplatz für Viren und Bakterien.Achten Sie darauf, dass Sie an der Nackenwirbelsäule durch Wärme geschützt sind. Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin sitzen da die "Windpunkte". Trifft dort Kälte auf, sinkt die Immunkraft.Tragen Sie bei Kälte eine kuschlig, warme Mütze, die sie tief in die Stirn ziehen. Denn eisiger Wind (oder eine kalte Klimaanlage) und Nässe verursachen oft Kopfschmerzen, Migräne, eine Trigeminus-Neuralgie oder eine Nebenhöhlen-Entzündung.Mein Tipp: Unterstützend zur ärztlichen Behandlung sollten Sie dem Kopf immer gleichmäßige, wohlige Wärme zuführen.Legen Sie alle Eitelkeit ab und tragen Sie draußen eine dicke und drinnen eine dünnere Wollmütze. Viele, die das durchhalten, können auf diese Weise die Kopfschmerzen und Nebenhöhlen-Probleme für immer loswerden.Übrigens: So eine dicke Wollmütze schützt auch die Immunkraft. Wir haben am ganzen Körper auf der Haut Nervenpunkte für die Wahrnehmung von Kalt und Warm. Regulatoren in der obersten Hautschicht sorgen dafür, dass wir nicht zu viel körpereigene Wärme abgeben. Das funktioniert am Kopf nicht so. Hier haben wir nur sehr wenige Regulatoren. Die Folge: Ohne Kopfbedeckung verlieren wir über den Kopf, wie aus einem Schornstein große Mengen an körpereigener Wärme. Wenn der Organismus diese nicht genügend nachproduzieren kann, sinkt sofort die Immunkraft - wieder ein Argument für die Mütze.------------------------------Prof. Bankhofer ist heute im Verlag!Säfte, die das Immunsystem stärken, Essen, das uns warm macht, Tipps wie man mit einfachen Hausmitteln sein Immunsystem stärken kann - das und viel, viel mehr verrät Professor Hademar Bankhofer heute in seinem Vortrag beim Berliner KURIER im Berliner Verlag in Mitte am Alexanderplatz (Karl-Liebknecht-Straße 29, 10178 Berlin).Der Vortrag mit kleinen Kostproben beginnt um 16 Uhr im großen Veranstaltungssaal.Der Eintritt ist frei.------------------------------BU: Kamille im Fußbad pflegt die Haut und hilft auch gegen Müffelfüße.BU: Eine Wollmütze schützt den Kopf und kann Probleme mit der Nebenhöhle lindern.
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