Die heile, scheinbar harmlose Welt von vier Berliner Jugendlichen. Bis Freitag letzter Woche. Bis sie austickten, einen 30-Jährigen ins Koma prügelten. Wie sind die Vier zu diesen brutalen Schlägern geworden?Jason, Mali, Firyal (alle 17) und Toni (14, alle Namen geändert): Heute sitzen sie nach der feigen Attacke in U-Haft. Die Staatsanwalt hat die Anklage gegen sie ausgeweitet. Bislang hatte sie sich nur auf einen Fall bezogen. Nun lautet sie auf zweifachen versuchten Raubmord. Staatsanwalt Martin Steltner: "Denn sie wollten auch den Begleiter des jetzt Schwerverletzen ausrauben und verletzen."So jung - und schon ist das Leben verpfuscht. Hätte es so weit kommen müssen? Beim gebürtigen Kenianer Jason wohl nicht. Zwar galt er bei seinem Lehrern als Unruheherd, bei seinen Mitschülern war er dennoch beliebt. Vor wenigen Monaten traf er seine große Liebe: Emanuelle. Die 15-Jährige schreibt auf ihrer Internetseite: "Ich werde ihn deswegen nicht hassen und verlassen." Wann sie oder Jasons Eltern ihn wiedersehen, entscheiden Richter.Genau wie bei Firyal. Der muskulöse Jugendliche liebte vor allem seine "Albaner-Gang." Toni hingegen, mit 14 Jahren der Jüngste, ist schon lange polizeibekannt. Mehrere Diebstähle gehen auf sein Konto. Ebenso wie Mali. Diebstahl, Sachbeschädigungen und Körperverletzung hat der auf dem Kerbholz.M. BÖTTCHER------------------------------So verliebt, so glücklich. Jason vor wenigen Wochen mit seiner Freundin EmanuelleJason jagte im U-Bahnhof hinter Mirco B. her. In der Schule galt er als "lustiger Junge".Toni lebte schicke Klamotten. Hier posiert er auf einer Familienfeier mit einem Baby.Cool fotografiert sich Toni mit seinem Handy im Spiegel. Der 14-Jährige gab gern den harten Macho.Auch Mali stand auf harte "Männerposen". Auch er knipst sich im Spiegel.Firyal war der muskulöseste Schläger. Er zeigte sich gern mit seiner "Albaner-Gang" (u.)
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