Zeuge sollte Angeklagten entlasten
Der 32-Jährige gilt als möglicher Entlastungszeuge für den wegen Mordes angeklagten 34-jährigen Meik E., den Ex-Freund des Opfers. Er hatte in einer Vernehmung bei der Polizei ausgesagt, dass ihm ein anderer Mann die Tat gestanden habe.
Meik E., so die Anklage, soll den damals 24-jährigen Maik P. zwischen dem 3. und dem 6. Juli 2009 im uckermärkischen Schönermark aus Habgier und sonstigen niedrigen Beweggründen erschlagen, die Leiche in einer Decke gewickelt und in einen sechs Meter tiefen Brunnen ihres Hofes, auf dem sie gewohnt hatten, geworfen haben. Grund seien Trennungsabsichten gewesen, ist der Staatsanwalt überzeugt.
Leiche bei Brunnensanierung entdeckt
Der Angeklagte soll nach dem Tod seines Lebensgefährten das Konto des Opfers geplündert und dessen Audi noch ein Jahr lang genutzt haben, bevor er den Wagen verkaufte. Die Leiche war im Juni 2015 von den neuen Mietern des Hofes gefunden worden. Sie hatten den Brunnen sanieren wollen und waren dabei auf die sterblichen Überreste Mannes gestoßen, der von niemanden vermisst worden war.
Die Ermittler nahmen Meik E. Anfang 2017 in Dresden fest. Seit dem 10. Mai steht er vor Gericht. (Red./dpa)
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