Skandal um Asylbetrug

Warum Männer wieder Kinder haben!

Die Mütter sind häufig schwangere Asylbewerberinnen. die auf ein Bleiberecht hoffen.

Chin Meyer
Lesezeit 2 Min
Symbolbild

Symbolbild

© imago/Christian Ohde

Scheinväter gibt es neuerdings in Berlin. „Scheinvater“ – wird der eine oder andere denken – kenn ich: Meiner war auch nie zu Hause! Oder: Mein Schein-Vater gab mir statt Liebe immer nur Geldscheine. Bei dem jetzigen Skandal jedoch geht es um Männer, die ihr Kind nie gezeugt haben.

Einer der ersten Scheinväter war der Heilige Geist – oder Josef von Nazareth, je nach Perspektive. Es ist nicht bekannt, ob Josef den Heiligen Geist auf Unterhalt verklagte, zumal die Briefe an „Heiliger Geist, Himmelreich“ schon damals mit „Empfänger unbekannt“  zurück gekommen sein müssen.

„Berliner Scheinväter gefährden den Sozialstaat“

Der richtige, biologische Vater jedoch, oder schlicht „Postbote“, wie man in vielen Familien vereinfachend sagt, hat häufig gute finanzielle Gründe, eine Vaterschaft nicht anzuerkennen. Dieser Trend scheint gebrochen: In Berlin erkennen immer mehr Männer eine Vaterschaft an, auch wenn sie gar kein „Bio-Väter“ sind.

Die Mütter sind häufig schwangere Asylbewerberinnen, die durch die Anerkennung der Vaterschaft ein Bleiberecht in Deutschland erhalten. Die Männer kassieren dafür Tausende von Euros, einige haben bereits zehn „Kinder“.

Bei 10.000 Euros pro anerkannter Vaterschaft braucht es also nur 100 Kinder für die erste Million! Und das, obwohl man eigentlich Hartz IV bezieht (die meisten Scheinväter sind arbeitslos) – den Unterhalt zahlt der Staat. „Berliner Scheinväter gefährden den Sozialstaat“, könnte man das auch nennen. Es kommt wieder auf die Perspektive an. Eine andere Lesart dürfte etwa der AfD weniger gefallen: „Ausländische Asylbewerberinnen machen arme, deutsche arbeitslose Männer reich!“

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema