Der KURIER hatte berichtet: dem Ehepaar Annegret und Paul-Uwe Röckendorf (beide 69) war die Datsche in Hakenfelde vom Bezirk gekündigt worden, es unterlag bei Gericht.
Doch es kam noch schlimmer: 23000 Euro Sicherheitsleistung sollen sie für den Abriss ihres Häuschens hinlegen, und fast 4000 Euro für die Gerichts- und Anwaltskosten.
Wegen der Kosten des Rechtsstreits wurde das Konto des Manns auf Betreiben des Bezirksamts gepfändet, das Paar hielt sich mit der 600-Euro-Rente der Frau über Wasser.
Da kam Jürgen Kessling (58) ins Spiel. Der Bezirksverordnete, der kürzlich seinen Austritt aus der SPD-Fraktion verkündet hatte (KURIER berichtete): „Wir sind eine Gruppe von Leuten, die sagen, dass soziale Ungerechtigkeit gar nicht geht.“ Sie kratzten das Geld zusammen. Kessling legte es bar bei dem Kudamm-Anwalt, der den Bezirk im Rechtsstreit vertritt, auf den Tisch. Jetzt sollte die Pfändung bald aufgehoben sein.
Bürgermeister Helmut Kleebank – der zur Verwunderung Rechtskundiger die Verantwortung für die Pfändung dem Anwalt zugeschoben hatte – steht weiter im Wort: Er hatte dem KURIER mitgeteilt, er persönlich arbeite an einer Lösung, wie Röckendorfs um die Abrisskosten herumkommen. GL
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