Skandal-Kündigung

SPD-Politiker hilft Ehepaar aus der Datsche

Ein SPD-Bezirksverordneter sammelt in seinem Freundeskreis 3813,41 Euro, um eine im Auftrag des Bezirks verhängte Kontopfändung eines Rentners zu beenden.

BK
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Das Rentnerpaar Röckendorf...

Das Rentnerpaar Röckendorf...

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Der KURIER hatte berichtet: dem Ehepaar Annegret und Paul-Uwe Röckendorf (beide 69) war die Datsche in Hakenfelde vom Bezirk gekündigt worden, es unterlag bei Gericht.

Doch es kam noch schlimmer: 23000 Euro Sicherheitsleistung sollen sie für den Abriss ihres Häuschens hinlegen, und fast 4000 Euro für die Gerichts- und Anwaltskosten.

Wegen der Kosten des Rechtsstreits wurde das Konto des Manns auf Betreiben des Bezirksamts gepfändet, das Paar hielt sich mit der 600-Euro-Rente der Frau über Wasser.

Da kam Jürgen Kessling (58) ins Spiel. Der Bezirksverordnete, der kürzlich seinen Austritt aus der SPD-Fraktion verkündet hatte (KURIER berichtete): „Wir sind eine Gruppe von Leuten, die sagen, dass soziale Ungerechtigkeit gar nicht geht.“ Sie kratzten das Geld zusammen. Kessling legte es bar bei dem Kudamm-Anwalt, der den Bezirk im Rechtsstreit vertritt, auf den Tisch. Jetzt sollte die Pfändung bald aufgehoben sein.

Bürgermeister Helmut Kleebank – der zur Verwunderung Rechtskundiger die Verantwortung für die Pfändung dem Anwalt zugeschoben hatte – steht weiter im Wort: Er hatte dem KURIER mitgeteilt, er persönlich arbeite an einer Lösung, wie Röckendorfs um die Abrisskosten herumkommen. GL

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