Skandal: Gift aus Ökolampen wird einfach verbuddelt

BK
Lesezeit 1 Min

Berlin Bald erstrahlt das ganze Land im Licht der Ökolampen: Sie verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom und halten länger als die Glühbirnen. Nur: Irgendwann gibt auch die langlebigste Sparlampe den Geist auf.Recherchen des "Spiegel TV Magazins" ergaben jetzt, dass quecksilber-verseuchter Leuchtstoff aus Energiesparlampen nicht immer recycelt wird, wie vorgesehen. Vielmehr werde das Lampengift von der Recycling-Firma "eds-r GmbH" in blaue Fässer verpackt und in Salzstöcken eingelagert!Recycling-Experte Dieter Maier zum "Spiegel TV Magazin": "Es wäre zu teuer, wenn wir das Quecksilber raus destillieren." Stattdessen werde gefördertes Quecksilbers aus Minen zur Produktion verwendet, das angeblich billiger sein soll. Das flüssige Schwermetall ist hochgradig giftig. Zum Betrieb von Energiesparlampen ist Quecksilber aber erforderlich.Omid Nouripour (Grüne) kritisierte die bekanntgewordene Einlagerung des Lampengifts: "Dass das am Ende Altlasten werden, die dann zukünftige Generationen mit großer Mühe irgendwo eindämmen müssen, ist nicht Sinn der Übung."

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema