„Die Sechstage-Saison ist immer noch zum Geldverdienen da. Es ist nicht mehr so, wie es einmal war. Aber ich kann, darf und muss meinen Lebensunterhalt damit bestreiten“, sagt der 32-Jährige gelassen. Natürlich wäre er gerade in diesem Winter gern öfter zu Hause gewesen. Im Oktober brachte Ehefrau Steffi die gemeinsame Tochter auf die Welt. „Nennt mich Papa! Ich bin so stolz auf meine Frau und unsere Tochter“, konnte der deutsche Meister sein Glück im Herbst kaum fassen.
Und auch jetzt, wenn man sich bei den Sixdays zwischen dem Ausscheidungsfahren und der kleinen Jagd mit dem jungen Vater unterhält, kommt der sonst so gelassene Rennfahrer förmlich ins Schwärmen. „Lea ist toll. Total pflegeleicht, schreit fast nie, schläft durch. Es ist ein Traum“, erzählt Lampater, „noch dazu wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft die Zwillingsschwester meiner Frau und meine Schwiegereltern.“ Nur deshalb sei er auch so einigermaßen beruhigt, wenn er die Familie während der Sixdays alleinlassen muss.
„Klar tut es weh, wenn man für längere Zeit von zu Hause wegfährt. Aber ich habe die Vorbereitung verändert, war im Winter diesmal nicht zum Trainieren in Australien. Drei Wochen am anderen Ende der Welt hätte ich nicht sein wollen“, meint Lampater.
Und nun war er in Berlin. Sechs Tage Spaß haben. Sechs Tage Erfolge feiern. Sechs Tage aber auch Geld verdienen. Für seine junge Familie, die er heute endlich wieder in die Arme schließen kann. MIP
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com