Sieg bei Spitzenteam Leverkusen

Hertha bereitet Bayer Kopfschmerzen

Lazaro und Kalou trafen für die Blau-Weißen.

BK
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Salomon Kalou setzte mit seinem 2:0 den Deckel für Hertha drauf.

Salomon Kalou setzte mit seinem 2:0 den Deckel für Hertha drauf.

© dpa

Für die Hertha war es der erste Sieg in der Rückrunde und der erste Erfolg nach fast zehn Jahren in der BayArena. Zuletzt hatten die Berliner am 4. Oktober 2008 durch ein Tor von Andrej Woronin bei der Werkself (1:0) gewonnen.

Leverkusen bleibt im engen Rennen um die internationalen Plätze bei 35 Punkten, die Hauptstädter können den Blick nach dem ersten Erfolg nach zuletzt vier Partien ohne Sieg wieder nach oben richten und stehen nur noch fünf Punkte hinter der Werkself.

Nach den 120 kräftezehrenden Minuten gegen Werder rotierte Trainer Heiko Herrlich auf gleich fünf Positionen, seine Mannschaft zeigte trotzdem ungewohnt leichte Fehler, die die Hertha zweimal eiskalt ausnutzte.

Offensive Wechsel bei Leverkusen werden Hertha nicht gefährlich

Vor dem 0:1 reagierte Vladimir Darida nach einem Leverkusener Ballverlust im Mittelfeld blitzschnell und bediente Lazaro, der frei vor Bayer-Torwart Bernd Leno den Ball cool ins lange Eck schob. Vor dem zweiten Gegentreffer ließ Nationalspieler Tah den Ball unbedrängt durchrutschen, Kalou stand daraufhin frei vor dem Tor und tunnelte Leno.

Der unter der Woche leicht angeschlagene Shootingstar Leon Bailey nahm zunächst auf der Bank Platz, kam nach 57 Minuten ins Spiel. Pokal-Joker Karim Bellarabi spielte von Beginn an und zählte in einer zunächst chancenarmen Partie zu den auffälligsten Leverkusenern.
Vor 25.601 großteils verkleideten Zuschauern hatte Bayers Panagiotis Retsos (8.) nach einer Ecke von Julian Brandt die erste gute Chance der Partie. Herthas Torwart Rune Jarstein, der zuletzt drei Spiele verletzt gefehlt hatte, entschärfte den Kopfball jedoch mit einer glänzenden Reaktion.

Die Gäste zeigten sich in einer hektischen Anfangsphase mit einem Freistoß von Nationalspieler Marvin Plattenhardt (7.) über das Tor und zwei Distanzschüssen von Darida in der Offensive.
Leverkusen war bis zur Halbzeit zwar spielerisch leicht überlegen, die besseren Chancen hatten aber die Gäste. Erst vergab Kalou eine gute Schussmöglichkeit von der Strafraumkante, dann machte es Lazaro besser.

Mit der Einwechslung von Bailey für Benjamin Henrichs wechselte Herrlich offensiv, nur wenig später patzte jedoch Tah und Kalou baute die Herthaner Führung aus.

Zwanzig Minuten vor Schluss kam Leverkusen mit einem indirekten Freistoß aus sechs Metern zur großen Möglichkeit, doch die Chance wurde nach mehreren Abprallern sowie einem Lattentreffer auf kuriose Art und Weise vergeben. Jarstein hatte zuvor einen Rückpass in die Hand genommen.

Aus dem Spiel heraus fiel den Gastgebern in der Offensive nicht viel ein, lediglich der eingewechselte Stürmer Joel Pohjanpalo (77.) kam noch per Kopf zu einer Gelegenheit. (sid)

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