Skurrile Verleihung

Sieben Oscars für „Oppenheimer“ und ein Nackter auf der Bühne

„Oppenheimer“ ist der große Gewinner bei den diesjährigen Oscars. Der biografische Film über den Erfinder der Atombombe gewann sieben Trophäen.

Dajana Rubert bk/dpa
Lesezeit 3 Min
Christopher Nolan bekam die Preise für die beste Regie und den besten Film für „Oppenheimer“ bei der Oscarverleihung.

Christopher Nolan bekam die Preise für die beste Regie und den besten Film für „Oppenheimer“ bei der Oscarverleihung.

© Jordan Strauss/Invision via AP/dpa

Triumph für „Oppenheimer“ bei den Oscars: Das biografische Epos über den Erfinder der Atombombe hat den Preis für den besten Film sowie noch weitere sechs Trophäen abgeräumt. So gewann der „Oppenheimer“-Macher Christopher Nolan bei der 96. Oscar-Verleihung am Sonntag (Ortszeit) in Hollywood den Preis für die beste Regie. Der Ire Cillian Murphy, der den amerikanischen Physiker Robert Oppenheimer spielt, wurde als bester männlicher Hauptdarsteller geehrt.

Sandra Hüller: Kein Oscar als beste Schauspielerin

Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller, die für ihre Hauptrolle in dem französischen Justizthriller „Anatomie eines Falls“ nominiert war, ging leer aus. In dieser Kategorie gewann die amerikanische Schauspielerin Emma Stone für ihre Darstellung in der skurrilen Frankenstein-Adaption „Poor Things“.

Hüller konnte sich aber darüber freuen, dass die britische Produktion „The Zone of Interest“, in der sie ebenfalls eine Hauptrolle spielt, den Oscar für den besten internationalen Film gewann. Die 45-Jährige stellt darin die Ehefrau des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß dar.

Sandra Hüller kommt zur Oscarverleihung im Dolby Theatre in Los Angeles.

Sandra Hüller kommt zur Oscarverleihung im Dolby Theatre in Los Angeles.

© Richard Shotwell/Invision/AP/dpa

Die Liste der Oscar-Gewinner

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Flitzer-Zwischenfall bei Oscarverleihung

Ansonsten gab es noch einen gespielten Flitzer-Zwischenfall in Hollywood: Beim Preis fürs beste Kostümdesign ist Wrestling-Star John Cena in der Nacht zum Montag bei der Oscar-Gala nackt aufgetreten. „Kostüme sind sehr wichtig“, sagte der 46-Jährige trocken, als er sich den großen Umschlag vor den Schritt hielt und ansonsten nur Birkenstocks trug.

Der Hingucker-Auftritt in Zusammenarbeit mit Moderator Jimmy Kimmel, der ihm später flugs einen Umhang überwarf, erinnerte an einen Skandal vor 50 Jahren. 1974 rannte während einer Moderation von David Niven ein Flitzer über die Oscar-Bühne. Das TV-Publikum im 70er-Jahre-Amerika war überrascht, viele waren schockiert, dass so etwas passieren kann.

John Cena präsentiert nackt den Preis für das beste Kostümdesign während der Oscarverleihung.

John Cena präsentiert nackt den Preis für das beste Kostümdesign während der Oscarverleihung.

© Chris Pizzello/Invision via AP/dpa

Al Pacinos holprige Oscar-Verkündung

Und noch einen Aufreger gab es in Hollywood. Al Pacino hat mit einer holprigen Preis-Verkündung für Irritation und Gelächter bei der Oscar-Gala gesorgt. Anstatt die zehn als „Bester Film“ nominierten Werke aufzulisten und anschließend den Gewinner der wichtigsten Kategorie des Abends feierlich zu verkünden, sagte der Star aus dem Klassiker „Der Pate“ den Siegerfilm sehr knapp und auf ungelenke Weise an.

„Nun, dies ist der Zeitpunkt für die letzte Auszeichnung des Abends“, sagte der 83-Jährige in der Nacht zu Montag. „Und es ist mir eine Ehre, ihn zu überreichen. Zehn wunderbare Filme wurden nominiert, aber nur einer wird den Preis für den besten Film erhalten. Und dafür muss ich an den Umschlag gehen.“ Im Publikum regte sich Gelächter, als er weiter kommentierte: „Und das werde ich tun. Da kommt er. Und meine Augen sehen ‚Oppenheimer‘.“ An diesem Punkt setzte Musik ein und die Menge jubelte. ■

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