Mindestens drei Jugendliche mit Basecaps und Skater-Klamotten sind in einem jetzt im Netz kursierenden Video zu sehen. Zunächst mieten sich die Jungs mitten am Tag mehrere Scooter an der Straße des 17. Juni, fahren dann in Richtung Brandenburger Tor. Eine Kamera filmt alles aus der Ich-Perspektive. Die Jugendlichen nehmen dabei keinerlei Rücksicht auf ihre Umwelt.
Slalomrennen zwischen Passanten
In dieser Szene kommt es beinahe zum Zusammenstoß mit einem Fußgänger.
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So springt einer der Jugendlichen mit seinem Sooter von der Straße auf den zu dieser Zeit mit Fußgängern vollen Gehweg und düst wie beim Slalomrennen zwischen den Passanten hindurch. Mindestens einmal kommt es dabei beinahe zum Zusammenstoß.
Auch die eigene Sicherheit scheint dem jungen Mann egal zu sein: So ist an einer andere Stelle zu sehen, wie er mit dem E-Scooter an mehreren großen Bussen vorbeifährt und dabei auf seinem Gefährt sitzt statt steht. Etwas später toben sich die Jugendlichen dann im Tiergarten aus, springen mit den je nach Typ mehrere tausend Euro teuren Roller Treppen hinunter oder fahren offroad über Wiesen sowie Waldgebiet.
Teenager provozieren Polizei
Ob die gemieteten Roller die wilden Fahrten der Guerilla-Truppe unbeschadet überstanden haben, ist nicht bekannt. Das dürfte den Jugendlichen aber auch herzlich egal sein: Neben dem Spaß, den die Burschen offensichtlich haben, verdienen sie mit ihren Fahrten auch Geld. In dem Video werben sie offiziell für Handyhüllen an einer Art Halsband, zudem ist dem Film ein Werbevideo vorgeschaltet.
Provokant stellt sich der Jugendliche mit seinem Scooter vor einen Polizeiwagen.
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Angst vor Strafen scheinen die Teenager unterdessen nicht zu haben: Als einer von ihnen einen Streifenwagen entdeckt, freut er sich diebisch, überholt das Polizeifahrzeug, bleibt stehen und kommentiert dazu: "So, erstmal vor die Polizei stellen, ganz provokant".
38 Unfälle mit sieben Schwerverletzten
Bei den Behörden dürfte man unterdessen nicht allzu glücklich über das Treiben der Scooter-Guerilla sein. Erst vor zwei Wochen hatte die Polizei in einer Bilanz mitgeteilt, dass es von Mitte Juni bis Anfang August bereits "38 Verkehrsunfälle mit sieben Schwer- und 27 Leichtverletzten" gegeben habe. In 34 von 38 Fällen hätten "die E-Scooterfahrenden offenbar die Unfälle verursacht".
Sieht sportlich aus, dürfte den Rollervermietern aber nicht gefallen: Einer der Jugendliche setzt zum Treppensprung an.
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In diesem Zusammenhang wies die Polizei ausdrücklich daraufhin: "E-Scooter sind kein Spielzeug, es sind Kraftfahrzeuge". Das sehen die Jugendlichen der E-Scooter-Guerilla offenbar gänzlich anders.
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