Sie beten für Mirco

BK
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Grefrath - Freunde, Mitschüler, Nachbarn. 600 Menschen hatten sich gestern Abend in der Grefrather Pfarrkirche St. Laurentius versammelt, um Abschied von Mirco zu nehmen. Noch mehr Menschen verfolgten auf dem Marktplatz vor der Kirche tief bewegt die Feier über eine Videoleinwand. "Ruhe in Frieden" hatten die Grefrather auf 500 weiße Luftballons geschrieben und sie in den Abendhimmel steigen lassen.Mircos Eltern Sandra und Reinhard Sch. nahmen nicht an der offiziellen Trauerfeier teil. Die Familie hat mit den anderen Kindern Grefrath verlassen und versucht, an einem anderen Ort zur Ruhe zu kommen. Der Trauergemeinde hatten sie einen Brief geschickt, den Roman Siewert, der Vorstand des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden vorlesen sollte: Mirco sei lebenslustig, freiheitsliebend, eigensinnig gewesen. "Wenn er groß ist, wollte er Bauer werden. Entsetzlich und grausam, unser Sonnenschein kommt nicht wieder." Pfarrer Johannes Quadflieg sagte: "Mirco ist tot, das müssen wir alle begreifen." Sein junges Leben sei auf so brutale Weise genommen worden. Mit Blick auf den Täter und seine Familie mahnte er, nicht Böses mit Bösem zu vergelten.

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