Ein drahtiger Typ mit kahlem Schädel und kantigem Gesicht. Vor Gericht nicht verlegen um Antworten: „Habe das Mädchen zwar gepackt, aber nicht aus sexuellen Gründen.“ Er habe Geld gebraucht. „Ich wollte sie ausrauben.“ Und er habe schnell von ihr abgelassen: „Als ich sah, wie jung sie ist.“ Es ist 13.10 Uhr, als Greta am 18. Juli von der Schule nach Hause geht. Ihr Fahrrad muss sie schieben. Ein Reifen ist platt.
„Wenn du schreist, bringe ich dich um!“
Die Anklage: „Unvermittelt näherte sich der Angeklagte, ergriff sie von hinten an den Oberarmen.“ Ein Messer habe er gezogen: „Wenn du schreist, bringe ich dich um!“ Greta aber ist ein Mädchen, das im Kampfsport-Training war. Sie wehrt sich mit aller Kraft. Die Anklage: „Es gelang ihr dann, ihm zwei Faustschläge ins Gesicht zu versetzen.“ Da sei K. geflohen. Versuchte Vergewaltigung ist angeklagt.
Die Ermittlungen zum Fall Greta führten zu einem weiteren Verdacht: Im Juni 2003 soll der Sex-Gangster Susanne (18) missbraucht haben. Dort, wo er später Greta packte. Der Täter hatte eine auffällige Zahnlücke – wie Michael K. sie bis vor einiger Zeit wohl hatte. Im Fall Susanne bestreitet er nun komplett: „Das war ich nicht. Ich war bei meiner Frau.“
Fest steht: Im August 2008 fiel er in Rahnsdorf über eine Frau (25) her, die von der Arbeit kam. Er zerrte sie in den Wald, verging sich an ihr, ließ sie dann mit verbundenen Augen zurück. Dafür bekam er sechseinhalb Jahre Knast. Der Sex-Täter: „Frühere Taten habe ich gut aufgearbeitet.“ Der Staatsanwalt dagegen strebt Sicherungsverwahrung an. Fortsetzung: 14. März. KE.
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