Sex-Attacke auf Lehrerin

Der Putzmann schlug nach Schulschluss zu

Der unscheinbarere 51-Jährige ist zum dritten Mal vor Gericht.

BK
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Der vorbestrafte Sex-Gangster arbeitete als Reinigungskraft.

Der vorbestrafte Sex-Gangster arbeitete als Reinigungskraft.

© imago

Ein unscheinbarer Typ, erfahren als Angeklagter. In einem früheren Verfahren wurde diskutiert, ob er sich kastrieren und dadurch entschärfen lassen sollte. 1990 bekam er drei Jahre Knast als Sex-Strolch, 2004 waren es nach Vergewaltigung einer Frau in Lichtenberg sechs Jahre.

„Jetzt hab ich dich!“

Er galt wegen psychischer Probleme als vermindert schuldfähig, kam in die Gerichtspsychiatrie. Entlassung 2013. Mit einer Führungsaufsicht bis 2019.
Ende 2016 wurde er Mitarbeiter einer Reinigungsfirma und an einer Grundschule in Pankow eingesetzt. W.: „Meine Chefin wusste Bescheid über meine Vorstrafen.“ 

Bis es am 29. Mai wieder „Klick“ bei ihm machte. Es war 17 Uhr, als Englisch-Lehrerin Thea C. (46) ihre Sachen packte und gehen wollte. Plötzlich war W. da: „Habe gerade die Treppen gewischt.“ Er bot ihr an: „Ich zeige einen anderen Weg.“ Er führte sie in einen dunklen Teil des Flures. Die Anklage: „Dort legte er von hinten den linken Arm um ihren Hals, hielt ihr mit der rechten den Mund zu.“ Und keuchte: „Jetzt hab ich dich!“

Angst vor Kastration

Jetzt sein Geständnis: „Mir schoss durch den Kopf – jetzt oder nie.“ Gegen ihren Willen habe er Sex erzwingen wollen. „Nur“ für Sekunden. Die Frau sei ihm dann aber aus dem Arm gerutscht. W.: „Dann ist sie weg. Und ich wischte weiter.“ Sekunden, die die Lehrerin bis heute schwer belasten: „Er griff mich von hinten an. Ich spürte Druck gegen meinen Hals. Ich schrie wie am Spieß. Er ließ los.“ Sie war danach nicht mehr in der Lage, an dieser Schule zu bleiben: „Bis heute kann ich nicht arbeiten.“ 

Er wollte seinen Job retten, meinte zu ihr: „Ich leide unter Epilepsie. Bitte nichts verraten.“ Sie sorgte für seine Verhaftung. W. nun: „Hatte meine Tabletten abgesetzt.“ Dass seine Sex-Fantasien wieder größer wurden, habe er dem Therapeuten nicht gesagt. Aus Angst vor Kastration. Wird W. jetzt weggeschlossen? Fortsetzung im Prozess wegen sexuellen Übergriffs und Körperverletzung: 21. Februar. KE. 

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