Der Senat will Eltern von den jährlichen Kosten für Schulbücher befreien. Darauf haben sich der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und SPD-Fraktionschef Raed Saleh geeinigt. Auch Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) will zurück zu Gratis-Schulbüchern: „Das entlastet nicht nur die Eltern, sondern auch die Schulen.“
Oft fehlen zu Beginn eines Schuljahres noch einige Bücher
Das Ganze würde Berlin 27 Millionen Euro mehr pro Jahr kosten. Scheeres rechnet damit, dass die Schulbücher zum Schuljahr 2018/19 wieder gratis abgegeben werden. Bisher müssen Eltern bis zu 100 Euro pro Jahr für Schulbücher aufbringen. Das hatte der rot-rote Senat im Jahr 2003 beschlossen. Um Geld zu sparen. Nur wer Sozialhilfen bezieht, ist momentan von der Lernmittel-Zuzahlung befreit. Derzeit gilt das für ein Drittel aller Eltern. Aber wer auch nur ein wenig mehr Geld hat, muss zahlen.
Die Schulen haben es oft nicht einfach, das Geld für die Bücher einzusammeln. Oft fehlen zu Beginn eines Schuljahres noch einige Bücher.
Die Opposition unterstützt den Kurswechsel. „Mit der Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit korrigiert die SPD eine falsche Entscheidung aus rot-roten Zeiten“, sagt CDU-Politikerin Hildegard Bentele. In vielen anderen Bundesländern kosten Schulbücher nichts. Oft verbietet das gar die Landesverfassung.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com