Senatorin Dilek Kolat

Neues Hilfsprogramm für Langzeitarbeitslose

Die Quote sank damit auf den niedrigsten Stand seit 1991.

Marcus Böttcher und Isabelle Krämer
Lesezeit 2 Min
Arbeitssenatorin Dilek Kolat freut sich über die guten Zahlen.

Arbeitssenatorin Dilek Kolat freut sich über die guten Zahlen.

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Lediglich 196 000 Menschen waren im Mai in Berlin ohne Job. Die Arbeitslosenquote sank damit auf den niedrigsten Stand in diesem Monat seit 1991. „Die Entwicklung spiegelt die gute wirtschaftliche Lage wider“, sagte der Geschäftsführer der regionalen Arbeitsagentur, Bernd Becking. Dilek Kolat (SPD) stimmt dem zu, ergänzt aber, dass auch „politisch die richtigen Ansätze gefunden wurden.“ Sie lobte das Projekt BerlinArbeit. Ein großes Problem aber bleiben die Langzeitarbeitslosen. Sie machen ein Drittel aller Berliner ohne Job aus.

Kolat: „Sie in den ersten Arbeitsmarkt zu bekommen, ist eine Herausforderung. Bislang haben alle herkömmlichen Instrumente versagt.“ Deshalb wurde im Rahmen von „BerlinArbeit“ das „Jobcoaching“ eingeführt. Denn Langzeitarbeitslose zu integrieren, braucht Zeit, muss individuell gestaltet werden. Zu oft stehen Probleme wie Alkoholsucht, Drogenmissbrauch, Schulden oder psychische Probleme im Weg. „Erst wenn diese Sorgen entfallen sind, ist man wieder bereit für einen langfristigen Job“, so Kolat.

Derzeit nehmen mehr als zehntausend Berliner am „Jobcoaching“ teil. Haben sie eine Arbeit gefunden, stehen Jobcenter-Mitarbeiter Unternehmen und ihren neuen Beschäftigten im ersten halben Jahr zur Seite. Sie helfen bei der Antragstellung für Förderungen, sind Ansprechpartner während der Einarbeitung und helfen bei Weiterbildungen. Dilek Kolat ist begeistert: „Das Programm ist wegweisend für Deutschland und Europa“.

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