Berlin - Aufstand in der Hauptstadt-SPD gegen Ulrich Nußbaum. Der parteilose Finanzsenator will die landeseigene Berliner Immobilien Holding (BIH) an eine Heuschrecke verkaufen. Auf der Strecke bleiben könnten dabei Mieter von 21 164 Wohnungen.In der Berliner Immobilien-Holding, die Nußbaum bis März abstoßen will, sind alle mit Risiken behafteten Fonds der 2007 verkauften Bankgesellschaft Berlin zusammengefasst. Berlin, so rechnet Nußbaum, müsste der BIH in den nächsten Jahren jeweils mit bis zu 200 Millionen Euro unter die Arme greifen.Nun will ein undurchsichtiges Konsortium unter Führung der britischen Firma Chapelwood Ltd. das landeseigene Unternehmen kaufen. Dazu gehören sechs Gesellschafter. Querverbindungen führen bis nach Australien. Ein SPD-Abgeordneter zum KURIER: "Uns ist unklar, wer überhaupt künftig das Sagen haben wird und ob es sich um solide Immobilien-Firmen handelt."Widerstand kommt neben Spandau und Pankow insbesondere aus Marzahn-Hellersdorf. Dort sollen 5700 Wohnungen verscherbelt werden. SPD-Kreis-Chef Stefan Komoß: "Wir wollen diese Wohnungen im Landesbesitz behalten."------------------------------
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