Senat streicht Hilfe für Schüler Klassen mit Behinderten werden größer

Zu wenig Geld:

Gerhard Lehrke
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Steglitz - Man sieht es ihnen nicht an, aber Susanne (18) und Sebastian (17) sehen miserabel. Dennoch schaffen sie es, an einem normalen Gymnasium mit Super-Noten aus der 11. Klasse zum Abi-Endspurt zu starten. Sie fürchten aber, dass ihnen der Senat noch ein Bein stellt.Das Fichtenberg-Gymnasium hat 16 Blinde und Sehbehinderte unter den 680 Schülern. Damit sie in Mathe, Naturwissenschaften und Erdkunde mitkommen, gibt es bis vier Einzelstunden pro Woche.Doch im kommenden Schuljahr muss Direktor Rainer Leppin 35 von 135 dieser Stunden pro Woche streichen und Klassen mit Behinderten vergrößern, weil es berlinweit zu wenige Stellen für entsprechende Lehrer gibt.Sabine Dübbers von der Gewerkschaft GEW: "Vor zehn Jahren gab es 1202 Lehrerstellen für 5120 sonderpädagogisch zu betreuende Schüler, im kommenden Schuljahr werden 1284 auf knapp 9000 kommen." Der Senat habe kein Geld, um die Stellen entsprechend der Schülerentwicklung zu vermehren. So verstoße er gegen die UN-Konvention, die vorschreibt, dass jeder Behinderte die Möglichkeit bekommen muss, im normalen Schulsystem zu lernen.------------------------------

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