16 Wohnungen und ein Lagerraum wurden ab sechs Uhr morgens stadtweit gestürmt, in Neukölln, Kreuzberg, Wilmersdorf, Charlottenburg und Reinickendorf. Dabei konnten zwei Männer (24 und 35 Jahre) festgenommen werden. Der Schwerpunkt der Razzia war Neukölln, wo Beamte von SEK und MEK Wohnungen an der Silberstein-, der Warthe- und der Karl-Marx-Straße mit Rammen öffneten und anschließend durchsuchten.
Auch in der berüchtigten Steinmetzstraße am Drogenstrich Kurfürstenstraße kamen die Elitepolizisten zum Einsatz, beschlagnahmten umfangreiches Beweismaterial. Doch mit Prostitution und den milieutypischen Verbrechen wie Menschenhandel hatte der Einsatz diesmal nichts zu tun.
„Es ging um den Verdacht des bandenmäßigen Diebstahls“, sagt ein Polizeisprecher. Nach KURIER-Informationen sollen die Männer mit weiteren Komplizen im März Schließfächer einer Sparkasse in der Otto-Suhr-Allee (Charlottenburg) aufgebrochen und ausgeräumt haben. Auch der versuchte Diebstahl eines kompletten Geldautomaten in der Dörpfeldstraße (Treptow) im Januar, bei dem der Apparat mit roher Gewalt aus der Verankerung gerissen wurde, soll auf das Konto der Bande gehen.
Bereits seit Dezember waren die Ermittler auf der Spur der Bande, dennoch konnten die beiden letzten Raubzüge nicht verhindert werden. Doch zumindest für die beiden festgenommenen Familienmitglieder dürfte erstmal Schluss sein mit dem Räuberleben: Ein Richter erließ bereits vor deren Festnahme Haftbefehl wegen bandenmäßigen Diebstahls.
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