Mädchen stirbt nach Herz-OP

200 Angehörige drohen Chefarzt mit dem Tod

Polizisten musste die Uniklinik in Köln schützen und rückte mit 20 Streifenwagen an.

BK
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Die Uniklinik Köln

Die Uniklinik Köln

© Matthias Heinekamp

Ein Onkel des Mädchens erklärte dem Kölner „Express": „Die Kleine wurde zum vierten Mal am Herz operiert. Der Arzt sagte nach der OP, dass alles gut verlaufen sei.“ Doch einen Tag später, am vergangenen Donnerstag, soll es zu Komplikationen gekommen sein, bei der das Kind durch einen Sauerstoffmangel zu schwersten Hirnschäden gekommen sei. Das Mädchen war danach gestorben.

Daraufhin versammelten sich 200 Angehörige vor der Klinik und drohten einem Chefarzt der Klinik mit dem Tod, der jedoch direkt nichts mit der OP zu tun hatte. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte die Leiche. Eine Obduktion soll nun klären, warum das Mädchen starb. Die Großfamilie will nach eigenen Angaben die Untersuchungen abwarten.

„In diesem Extremfall wurden Grenzen überschritten“

„Wir haben regelmäßig mit Menschen in schicksalhaften Ausnahmesituationen zu tun, die schnell emotional werden können. Dafür haben wir Verständnis. In diesem Extremfall wurden jedoch Grenzen überschritten und wir hatten keine andere Wahl, als umgehend die Polizei einzuschalten. Wir sind der Kölner Polizei für ihren deutlichen Einsatz in der vergangenen Woche in unserem Haus sehr dankbar. Dass Ermittlungen bei ungeklärter Todesursache eingeleitet werden, entspricht der normalen Praxis. Wir unterstützen das Vorgehen der Staatsanwaltschaft uneingeschränkt“, kommentierte Christoph Wanko, stellvertretender Pressesprecher Uniklinik Köln, den Einsatz am Montag. (red)

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