Ehemalige DDR-Schwimmhalle saniert

So sieht Buchs Super-Plansche jetzt aus

Die Alte Ost-Halle ist nach der Sanierung ein echtes Schmuckkästchen.

Stefanie Hildebrandt
Lesezeit 3 Min

© BK

 In einer der letzten in der DDR erbauten Volksschwimmhallen, 1991 mit typischem Wellendach eröffnet, haben die Berliner Bäderbetriebe ordentlich gewirbelt. Am 6. Januar eröffnet um 13 Uhr eine komplett sanierte Super-Plansche. Klar, dass die Bucher sich wie Bolle auf ihre neue Badewanne freuen.

Ingrid Schulz (70) könnte in 10 Minuten Fußmarsch an der Halle sein. Sie will den Saunabereich ausprobieren. „Mal sehen, wie die Preise sind.“

Ingrid Schulz (70) könnte in 10 Minuten Fußmarsch an der Halle sein. Sie will den Saunabereich ausprobieren. „Mal sehen, wie die Preise sind.“

© camcop media/Andreas Klug

An diesem sonnigen Sonnabendvormittag drücken sich immer wieder Passanten an den großen Fensterscheiben die Nasen platt. Und was sie erblicken, kann sich sehen lassen. Das große Wandbild aus Fliesen an der Stirnseite der Halle wurde bei der Sanierung erhalten. Es stammt vom Fliesenmaler Lothar Scholz, der viele Gebäude in der DDR verschönerte und 1987 den Entwurf gezeichnet hatte. 

Alex (35) und Jeremy (11) sind wild darauf, Arschbomben und Köpper zu üben. Die beiden haben neugierig durch die Scheiben geschaut.  

Alex (35) und Jeremy (11) sind wild darauf, Arschbomben und Köpper zu üben. Die beiden haben neugierig durch die Scheiben geschaut.  

© camcop media/Andreas Klug

Seine Farbgestaltung zieht sich jetzt durch das ganze Bad: kräftiges Blau, Orange, Kiwigrün. Die Beleuchtung schafft zusätzlich gute Laune-Atmosphäre.

Nach Sanierung der Schwimmhalle können 21 Prozent der Energiekosten eingespart werden

„Endlich können wir wieder hier in der Nähe schwimmen gehen“, freuen sich Katja Epler (29) und ihr Sohn Finn (4). Besonders der neue Kinderbereich mit Rutsche und Segelschiff hat es dem 4-Jährigen angetan. Beide Becken erhielten bei der Sanierung eine neue Edelstahlauskleidung.

Katja Epler (29) und ihr Sohn Finn (4) wollen nach der Kita in Zukunft öfter hier schwimmen gehen. Sie waren schon vor der Schließung hier.  

Katja Epler (29) und ihr Sohn Finn (4) wollen nach der Kita in Zukunft öfter hier schwimmen gehen. Sie waren schon vor der Schließung hier.  

© camcop media/Andreas Klug

Auch die Sanitärbereiche wurden neu gestaltet. Ein barrierefreier Umkleidebereich und ein taktiles Leitsystem am Boden für Menschen mit Sehbehinderung machen den Besuch auch für Menschen mit Beeinträchtigungen komfortabler. Saunafreunde wie Ingrid Schulz (70) kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Außer einer finnischen Sauna gibt es künftig eine Dampfsauna, einen Eisbrunnen und eine Schwallbrause. 

Nicole (31) und Thomas (35) werden mit ihren Kindern gewiss öfter zum Schwimmen kommen. „Hier gibt es sonst nicht so viel an Aktivitäten.“ 

Nicole (31) und Thomas (35) werden mit ihren Kindern gewiss öfter zum Schwimmen kommen. „Hier gibt es sonst nicht so viel an Aktivitäten.“ 

© camcop media/Andreas Klug

Dafür ist der Ruhebereich der Sauna in die obere Etage gezogen. Die Blockhaussauna im neu gestalteten Saunagarten blieb erhalten. Auch technisch ist die Schwimmhalle jetzt auf dem neusten Stand. Schon 2011 waren die Anlagen, wie etwa die Lüftung, erneuert worden.

Nach der energetischen Sanierung können nun 21 Prozent der Energiekosten eingespart werden. Die geplanten Kosten von 5,9 Millionen Euro wurden etwas überschritten. Insgesamt flossen 6,5 Millionen in die Sanierung der Halle.
 

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