Schwimm-WM

Franzi drückt Franzi die Daumen

Schwimm-Ikone glaubt an ihre Namensvetterin Franzi Hentke bei der WM.

BK
Lesezeit 2 Min
Franziska van Almsick (l.) schaut bei Franziska Hentke genau hin.

Franziska van Almsick (l.) schaut bei Franziska Hentke genau hin.

© Getty Images Lizenz

„Sie hat einen wahnsinnig großen Schritt gemacht“, sagte die zweimalige Weltmeisterin vor Hentkes erstem WM-Start. „Es wäre ihr auf alle Fälle zu gönnen. Vor allem wäre es auch ein Zeichen der Frauen.“ Van Almsick, als Expertin der ARD in Kasan, weckte einst die Schwimm-Begeisterung der Magdeburgerin. „Ich war 13 und habe zwei Stunden vor Einlass schon an der Tür gestanden. Dann saß ich in der ersten Reihe“, erinnert sich Hentke an die Heim-EM 2002, „vor allem Franzis Weltrekord war Wahnsinn.“

Im Fußballstadion von Kasan könnte die 26-Jährige als „neue Franzi“ für Furore sorgen. Nach ihrem deutschen Rekord geht sie heute als Weltranglistenerste in die WM-Rennen über 200 m Schmetterling. Hentke selbst redet nur von ihrem ersten WM-Finale auf der Langbahn als Ziel, weiß aber, dass andere deutlich mehr erwarten.

„Ich werde ständig drauf angesprochen, wie die Medaillenchancen stehen“, berichtet die WM-Dritte auf der Kurzbahn. Schon vor einem Jahr in Berlin galt sie als Anwärterin auf EM-Edelmetall, im Finale versagten aber die Nerven. „Sie ist eine Kandidatin, bei der der Knoten nie so richtig platzen will, bei der in Finals oft Respekt und auch ein bisschen Angst mitschwimmen“, meinte van Almsick.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema