Es ist der vergangene Freitag, kurz nach 10 Uhr morgens. Die 23-jährige Kimmy verlässt ihre Wohnung in Niederschönhausen, steigt in ihr kleines Ford Cabrio und macht sich auf den Weg zu ihrer Mutter, die in der Nähe von Schwanebeck lebt. Beide haben ein gutes Verhältnis, vor allem in den letzten Monaten sucht Kimmy immer wieder Rat bei ihrer Mutter. Denn Kimmy wird bald selbst Mama, soll am 11. September einen kleinen Sohn zur Welt bringen.
Die Schwangerschaft war für die 23-Jährige zunächst nicht leicht, der verantwortungslose Kindsvater soll die werdende Mutter nach KURIER-Informationen eiskalt betrogen haben. Daraufhin setzte Kimmy den Kerl vor die Tür. Denn ihr Kind soll es gut haben, niemand soll es verletzen, niemand soll ihm Schlechtes antun. „Sie hat sich trotz dieser ganzen Betrugsscheiße wahnsinnig auf ihren Sohn gefreut. Der Kleine konnte ja nichts für seinen Vater“, so eine enge Freundin. Und weiter: „Kimmy hatte sogar schon ein Bändchen mit dem Namen ihres Sohnes getragen, Levi sollte er heißen....“
Angehörige haben einen Bilderrahmen mit Fotos von Kimmy und ihrem Babybauch an der Stelle abgelegt, an der die Frau aus dem Leben gerissen wurde.
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Das Fahrzeug war nur noch Schrott.
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In diesem Trümmerwagen wurden die 23-jährige Kimmy und ihr Baby aus dem Leben gerissen.
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Das schreckliche Ende: Retter der Polizei und der Feuerwehr an der Unfallstelle bei Schwanebeck.
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Blumen an der Unfallstelle.
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Mit diesem Bändchen ums Handgelenk sitzt Kimmy am vergangenen Freitag also in ihrem Auto, inzwischen hat sie die Stadtgrenze hinter sich gelassen und fährt glücklich und mit der Welt im Reinen über die B2. Doch kurz hinter dem Ortsausgang Schwanebeck dann der schreckliche Moment, der alles verändern soll.
Aus bislang ungeklärter Ursache verliert die eigentlich versierte Autofahrerin die Kontrolle über ihr Fahrzeug und kommt nach rechts ab. Verzweifelt versucht die werdende Mutter gegenzulenken – doch dabei gerät der Wagen ins Schlingern, schleudert nach links über die Fahrbahn und kracht mit voller Wucht gegen einen massiven Baum. Augenzeugen alarmieren Polizei und Feuerwehr, die Rettungskräfte können Kimmy mit schweren Verletzungen aus dem Wrack bergen. Als sie sehen, dass die Frau hochschwanger ist, wird sie sofort in ein Krankenhaus gebracht, das Kind per Notkaiserschnitt auf die Welt geholt. Vergeblich: Um 11.20 Uhr gibt das Neugeborene kein Lebenszeichen mehr von sich. Doch die furchtbare Tragödie ist noch immer nicht vorbei. Nur eine Stunde nach dem kleinen Levi gibt auch seine Mutter den Kampf gegen den Tod auf: Die 23-Jährige stirbt im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen.
Kimmys Freunde und ihre Familie sind fassungslos, als sie vom Tod der 23-Jährigen erfahren. „In ewiger Liebe. Wir werden euch für immer vermissen“, haben sie auf einen Andachtszettel an der Unfallstelle geschrieben, dazu einige Fotos der bildhübschen und so lebenslustigen jungen Frau gestellt. Auch im Internet trauern dutzende Menschen um Kimmy und ihren ungeborenen Sohn Levi.
Für ihn hatte die werdende Mama erst vor einer Woche auf ihrer Facebook-Seite eine rührende kleine Geschichte veröffentlicht, in der sich ein kleines Baby mit dem lieben Gott unterhält. „Wer wird mich beschützen?“, fragt das Baby. Und Gott antwortet: „Ein Engel wird Dich beschützen und wird immer für Dich da sein. Und du wirst ihn einfach Mama nennen.“ Jetzt ist der kleine Levi bei den Engeln. Zusammen mit seiner Mama.
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