Schwanger und glücklich

Krimi-Star Susanne Bormann: „Ich mache mir gerade das größte Geschenk meines Lebens“

Darf die das? Überraschende Auszeit für Susanne Bormann (35). Die Berlinerin ist schwanger und tritt am 19. Juni (21.15 - 22 Uhr, ZDF) zum vorerst letzten Mal als Kriminaloberkommissarin Sandra Reiß auf.

Karim Mahmoud
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Schauspielerin Susanne Bormann

Schauspielerin Susanne Bormann

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Darf die das? Überraschende Auszeit für Susanne Bormann (35). Die Berlinerin mit dem zarten Zauber auf den Lippen ist schwanger und tritt am 19. Juni (21.15 - 22 Uhr, ZDF) zum vorerst letzten Mal als Kriminaloberkommissarin Sandra Reiß auf. Vater des Kindes ist der Schlagzeuger Nicolai Ziel. Karim Mahmoud wollte wissen, wie es jetzt mit der beliebten TV-Serie „Letzte Spur Berlin“ weitergeht.  

Berliner KURIER: Drei sehr erfolgreiche Jahre „Letzte Spur Berlin“. Das Ende dieser Staffel wird viele überraschen. Darf man schon mehr erfahren?

Susanne Bormann: Meine Freunde löchern mich auch schon wie wild und versuchen, mir mit allen möglichen Tricks zu entlocken, wie es nun weitergeht. Ich darf natürlich nichts verraten. Nur so viel: Es lohnt sich, dran zu bleiben, die Staffel hat einiges an Spannung zu bieten. 

Habt ihr den Schluss noch während des Drehs geändert?

Einige der Drehbuchentscheidungen waren auch für mich eine echte Überraschung, andere haben wir im Laufe der Staffel gemeinsam getroffen.

Sie sind schwanger. Bei Jasmin Tabatabai wurde die Schwangerschaft in die Serie eingebaut. Und bei Ihnen?

Man wird sehen ... (zwinkert)

Wie lange wollen Sie denn nach der Geburt kürzertreten?

Das wird sich zeigen. Aber es gibt bereits Angebote für den Winter. Aber wenn das Baby entspannt ist, dann möchte ich schon gern recht bald wieder einsteigen. Zum Glück habe ich einen Partner und meine Familie, die das unterstützen und bereit sind mir da unter die Arme zu greifen. Außerdem was heißt kürzertreten: Ich mache mir gerade das größte Geschenk meines Lebens.

Sie und Nicolai sind fast 15 Jahre zusammen. Wieso fiel die Entscheidung für die Familie jetzt?

Wir haben unser Leben in selbstbestimmter Freiheit einfach bisher sehr genossen. Ich glaube, es macht Sinn, bereit zu sein für diese Entscheidung und sie bewusst zu treffen. Und jetzt bin ich soweit. Ich  freue mich dafür umso mehr darauf.  

Aber Sandra Reiß kommt definitiv zurück, oder?

Ein bisschen Spannung muss sein …

Sie wirken so zerbrechlich und sind als taffe Polizistin trotzdem glaubwürdig. Welcher Serien-Fall ging Ihnen besonders nah?

Spannende Frage. Tatsächlich schätze ich die Auseinandersetzung mit vielen unserer Themen sehr. Die Organspende- Folge aus der letzten Staffel ging mir beispielsweise sehr nahe. Wie würde ich in dem Moment handeln? Da stelle ich mir sicherlich dieselben Fragen wie Sandra. Aber auch gen Ende der jetzigen Staffel gibt es einige sehr emotionale Folgen - das Thema DDR-Vergangenheit etwa wird mal aus einer ganz anderen Perspektive behandelt.

Hätten  Sie sich vorstellen können, im echten Leben Polizistin zu werden?

Nein, früher nie. Da waren für mich die Polizisten immer die Gegner, die auf der anderen Seite. Diese Perspektive hat sich durch die Serie tatsächlich verändert. 

Die meisten Vermisstenfälle lösen sich von selbst auf. Besonders Jugendliche sind oft Ausreißer. Wie war‘s bei Ihnen?

Meine Eltern haben mir sehr viele Freiheiten gelassen, sodass ich selbst für mich die Verantwortung übernehmen musste, wofür ich Ihnen sehr dankbar bin. Ich hatte also keinen Grund auszubrechen. Manchmal ist es aber auch ein Test: Lieben meine Eltern mich? Machen sie sich Sorgen? Bin ich Ihnen wichtig? Auch diese Fragen musste ich mir zum Glück nicht stellen. 

Wann hatten Sie zuletzt privat mit der Polizei zu tun?

Letzte Woche ... Ich sag euch Leute - ignoriert kein "Straße gesperrt“-Schild auch wenn die Sperrung nur zwei Meter lang und die Straße prima befahrbar ist und euer Navi ganz dringend will, dass ihr da langfahrt! Es lohnt sich nicht. 

Angenommen, Sie hängen die Schauspielerei an den Nagel und machen was komplett Anderes. Was würde das sein?

Würde ich nie tun. Aber als Ergänzung würde ich gern in körpertherapeutischer Richtung arbeiten. Bisher fehlte mir aber dazu die Zeit. Nun - auch gut! 

Wann sehen wir Sie wieder mal im Kino?

Nächstes Jahr in „Neulich, die Reise mit dem Vater", dem Debütfilm der jungen Deutsch- Rumänin Anca Lazarescu, die für ihren Kurzfilm „Silent Water“ mehr Preise eingeheimst hat als jeder andere deutsche Kurzfilm. 

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