„Er ist viel zu oft nicht diszipliniert genug“, stutzt der Trainer seinen Schützling zurecht. „Von Patrick Ebert erwarte ich einfach mehr“, sagt Babbel am Morgen nach dem souveränen Weiterkommen. „Er bringt fußballerisch alles mit, ist robust. Wir erzählen doch keinen Mist, wenn wir ihn loben“, so der 38-Jährige.
Gerade deshalb ist Babbel so enttäuscht, dass neben dem fußballerischen Genie immer wieder der Wahnsinnige durchblitzt. Zum Beispiel, wenn Ebert in Meuselwitz nach zwei Minuten dem Torwart von hinten den Ball wegspitzeln will, ihm das nicht gelingt und er durch übertriebenes Schauspiel die Stimmung anheizt. Oder wenn er beim Stand von 4:0 einen Ball aus Wut über die Abseitsentscheidung des Schiedsrichter in die gegnerische Fankurve drischt.
„Was die Disziplin angeht, bin ich mit Patty nicht zufrieden“, kritisiert der Trainer. Das gilt auch für die Mannschaftstaktik. „Viel zu oft verlässt er seine Position. Das hat er gar nicht nötig.“
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Ebert selbst ist weniger auskunftsfreudig. „Ich werde die drei Vorlagen und das Tor nicht überbewerten. Wichtig ist, was am Samstag auf dem Platz passiert. Und da will ich eine gute Rolle spielen.“ Klingt beleidigt. Oder einfach konzentriert.
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