Kinder denken anders? Kinder wollen nicht wissen, warum Union den Aufstieg am Ende nicht geschafft hat, wenn sie Trainer Jens Keller vor die Nase bekommen. Kinder fragen nach Kindern, nach Ronaldo und richtig blöden Momenten im Trainer-Job.
Auf YouTube stellen Luca und Jonas, die Reporterkids der Grund- und Oberschule Schenkenland, Jens Keller genau diese Fragen. Der KURIER hat die besten Antworten rausgesucht.
Über seine Kinder erzählt er, dass der Große, der 18-Jährige, gerade aufgehört hat, selber Fußball zu spielen. Der 16-Jährige kickt noch im Verein. Dabei sind es genau diese privaten Fragen, die Keller bei Interviews gar nicht mag.
Ein bisschen was lässt er aber doch blicken. Wie waren Sie als Schüler? „Ja“, lacht er, „ich war Schüler. Ich bin irgendwie durchgekommen, habe sogar Abitur. Aber frag nicht, wie“, lacht er noch mehr. Und dazu passt natürlich auch die Antwort auf die Frage, was er denn damals in den Ferien besonders gemocht hat. „Viel Fußball spielen, im Urlaub schwimmen gehen. Wichtig war vor allem: nichts für die Schule zu machen. Das mögen wohl alle an den Ferien“, gibt der Coach zu.
Und jetzt noch ein bisschen Stakkato: Seine Lieblingsfarbe? „Blau bei Kleidung, Autos in schwarz und rot-weiß im Verein.“ Würde er gern mal Ronaldo trainieren? „Ich habe gegen ihn schon mal gespielt. Als Trainer mit Schalke 04. Ich hätte auch nichts dagegen, irgendwann mal Real Madrid zu trainieren. Aber im Moment bin ich sehr zufrieden hier.“
Was wäre, wenn alle drei Keeper verletzt wären? „Dann gehe ich eben selber ins Tor“, sagt Keller lachend, bevor er auf die Notlösung Jugendkeeper zu sprechen kommt. Einer seiner schwersten Momente als Trainer war die Entlassung auf Schalke. Dass Spieler mal nicht auf ihn gehört haben, kam noch nicht vor. „Wenn, dann würde es was hinter die Ohren geben“, lacht Keller.
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