Die Bevölkerung in Berlin ist im vergangenen Jahr prozentual stärker gewachsen als in allen anderen Bundesländern. Die Einwohnerzahl stieg 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Ende 2014 lebten rund 3,47 Millionen Menschen in der Hauptstadt - etwa 48.000 mehr als ein Jahr zuvor.
Hauptgrund für das Wachstum ist laut den Statistikern weiterhin die stark gestiegene Zuwanderung. Deutschlandweit wuchs die Bevölkerung zwischen 2013 und 2014 um 0,5 Prozent, so stark wie seit 22 Jahren nicht mehr.
Nach einer Volkszählung im Jahr 2011 war die Bevölkerungszahl der Hauptstadt um etwa 180.000 nach unten korrigiert worden - auf 3,3 Millionen. Berlin hält die neu angesetzten Zahlen seitdem für zu niedrig und klagt daher vor dem Bundesverfassungsgericht. Einen Teilerfolg vor Gericht erreichte das Land Anfang September: Die erhobenen Zensus-Daten dürfen vorerst nicht gelöscht werden. Pro Jahr stehen Berlin wegen der korrigierten Bevölkerungszahl rund 470 Millionen Euro weniger aus dem Länderfinanzausgleich zu.
Laut einer Prognose der Bertelsmann-Stiftung vom Juli dürfte die Bevölkerung in Berlin bis 2030 auf 3,7 Millionen ansteigen.
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