Die Test-Experten ließen Messenger-Dienste für das Smartphone gegeneinander antreten. Das Ergebnis ist eine Überraschung: Die beste App im Test war das kostenlose Hoccer (Note 1,9), gefolgt von Threema (2,0), das aber einmalig zwei Euro kostet.
Im Vergleich mies schnitt der in Deutschland beliebteste Messenger WhatsApp mit „befriedigend“ ab. Im Umgang mit persönlichen Daten bekam der SMS-Dienst, der im ersten Jahr kostenlos ist und dann jährlich 89 Cent kostet, sogar nur „ausreichend“.
Die Schwäche von WhatsApp ist die Stärke von Hoccer: „Maximale Privatsphäre“ attestierten die Tester der kostenfreien App aus Berlin.
Ein Ergebnis, das Geschäftsführer Jérôme Glozbach de Cabarrus (40) freut: „Die Investitionen haben sich gelohnt.“ Hauptprogrammierer Pavel Mayer (50) erklärt den wesentlichen Unterschied zu WhatsApp: „Wir haben Privatsphäre und Sicherheit eingebaut.“ Er wollte seiner Familie eine gute App bieten: „Ich hatte immer ein ungutes Gefühl, wenn meine Tochter WhatsApp benutzt.“
Eine Idee macht Hoccer sicherer: Der Nutzer braucht keine Telefonnummer für neue Kontakte. Durch die Funktion „In der Nähe“ sind im Umkreis von 250 Metern andere Geräte mit Hoccer sichtbar. Wer im Urlaub mit Bekannten am Tisch sitzt, kann so ein Foto teilen, ohne seine Nummer weiterzugeben. In die Zukunft wird das System ausgebaut: Über einen „Ort“ wie das Olympiastadion können Inhalte an alle Besucher, die gerade dort sind, verteilt werden. US-Sängerin Madonna (56) gibt ein Konzert, macht ein Selfie und schickt es allen Fans vor Ort.
Die App, seit Ende 2013 für Apple iOS und seit Anfang 2014 für Google Android, wurde drei Millionen Mal heruntergeladen. Tendenz steigend: Seit dem „Warentest“-Bericht vor ein paar Tagen kamen 100.000 neue Nutzer dazu.
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