Mitte - Vor gut einem Jahr hielt Fritz Zimmermann den Abtransport der beiden Damen im Foto fest. Jetzt sah der Anwohner des Nikolaiviertels sie endlich wieder: In alter Schönheit schmücken sie die Begas-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum.Denn der berühmte Berliner Bildhauer Reinhold Begas, Schöpfer des Neptunbrunnens, schuf 1887 die überlebensgroßen Statuen. 1987, zur 750-Jahr-Feier, ließ sie die DDR-Regierung ins damals neueröffnete Nikolaiviertel bringen und vor einem Restaurant am Spreeufer aufstellen. Dort nagte der Zahn der Zeit an den Schönen, verunzierten Sprayer ihre Gesichter. Im Dezember 2009 holte das Deutsche Historische Museum die Damen von ihren Sockeln. Behutsam wurden sie in Decken gehüllt, mit Gabelstapler und Laster ins Museum gebracht.Heute befinden sich die tonnenschweren Statuen wieder dort, wo Begas sie einst aufgestellt sah - im ehemaligen Zeughaus Unter den Linden. Von den Schichten der Geschichte gereinigt, restauriert und gut ins Licht gerückt, laden die Allegorien für "Kraft" und "Beständigkeit" in die Begas-Ausstellung ein. Noch bis zum 6. März, täglich von 10 bis 18 Uhr, Eintritt 6 Euro/unter 18 Jahre frei.------------------------------
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