Schock im Morgengrauen

Flixbus verunglückt auf dem Weg nach Berlin – 22 Verletzte!

Das Unglück ereignete sich auf der A19 Rostock-Berlin bei Linstow.

BK
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Mittels Kran wurde der beschädigte Reisebus von der Feuerwehr wieder auf seine Räder gehoben.

Mittels Kran wurde der beschädigte Reisebus von der Feuerwehr wieder auf seine Räder gehoben.

© dpa

Schock im Morgengrauen: Auf dem Weg von Kopenhagen nach Berlin ist am Freitagmorgen ein Flixbus in Mecklenburg-Vorpommern verunglückt. 22 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Das Unglück ereignete sich auf der A19 Rostock-Berlin bei Linstow. Der Bus kam aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und kippte in einen Graben, die Autobahn war ab 6.30 Uhr gesperrt.

Bus via Kopenhagen auf dem Weg nach Berlin

An Bord waren laut Polizei 61 Passagiere aus 22 Nationen, darunter ein großer Teil aus Skandinavien, sowie zwei Busfahrer. Einer der Fahrgäste wurde eingeklemmt und musste von Rettern aus dem Bus herausgeschnitten werden. Weitere Fahrzeuge waren nicht in den Unfall verwickelt.

Auch einer der beiden Busfahrer, die sich abgewechselt hätten, sei unter den Verletzten, sagt die Polizei. Der am Steuer sitzende Fahrer wurde ärztlich untersucht und von der Polizei befragt, um nähere Erkenntnisse zum Unfallhergang zu erlangen, wie die Polizei mitteilt. Ein Atemalkoholtest ergab null Promille.

Der verunglückte Bus blieb in diesem Graben liegen.

Der verunglückte Bus blieb in diesem Graben liegen.

© dpa

Eine Flixbus-Sprecherin bedauert den Vorfall. Der Bus sei aus Stockholm via Kopenhagen und Rostock auf dem Weg nach Berlin gewesen. Laut Fahrplan starten diese Linienbusse um 23.40 in Kopenhagen.

An der Unglücksstelle waren 60 Helfer mehrerer Feuerwehren und auch vier Hubschrauber aus den Kreisen Mecklenburgische Seenplatte und Rostock im Einsatz. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte richtete für Angehörige ein Bürgertelefon unter der Nummer Tel. 0395/570872000 ein.

Zahl der Opfer bei Busunfällen oft sehr hoch

Unfälle mit Linienbussen sind in der Bundesrepublik äußerst selten. „Sie sind kein Schwerpunkt“, heißt es bei der Bundesanstalt für Straßenwesen. Trotzdem sei die öffentliche Wahrnehmung sehr geschärft: Denn jeder benutze nun mal öffentliche Verkehrsmittel und erwarte eine hohe Sicherheit. 

Zum anderen gilt vor allem: Wenn ein solcher Unfall geschieht, ist die Zahl der potenziellen Opfer sehr hoch, weil Busse oft gut besetzt sind.

Die Zahl der Passagiere vor allem von Fernbussen hat nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) extrem zugenommen. Waren es 2013 noch 8,2 Millionen Passagiere, so belief sich die Zahl 2016 bereits auf mehr als 23 Millionen. Die Statistik zeigt aber auch, dass die Zahl der Opfer bei Bus-Unfällen über die Jahre nicht steigt, sondern sogar deutlich abnimmt. Das führen Experten auf bessere Sicherheitstechnik und mehr Kontrollen der Polizei zurück.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es im Jahr 1995 bundesweit 5676 Busunfälle mit Personenschäden. Dabei wurden 152 Menschen getötet und 1649 schwer verletzt. Im Jahr 2016 hingegen war die Zahl der Unfälle ähnlich hoch, nur leicht auf 5732 gestiegen. Doch die Zahl der Toten sank, lag nur noch bei 42 und die der Schwerverletzten bei 1041. (BLA)

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