Schnelle Reaktion

DEL kippt nach Zoff um Tor von Eisbär Noebels eine Penalty-Regel

Nach neuer Auslegung hätte der Shootout-Treffer des EHC-Stürmers gezählt.

Carolin Paul
Lesezeit 2 Min
Marcel Noebels feiert in der regulären Spielzeit zwei Tore, im Penaltyschießen wird er ausgebremst.  

Marcel Noebels feiert in der regulären Spielzeit zwei Tore, im Penaltyschießen wird er ausgebremst.  

© City-Press GmbH

Rückblende: Zwei Buden hatte Noebels (27) während der regulären 60 Minuten erzielt und auch beim abschließenden Penaltyschießen getroffen. Nur: Die Schiris erkannten sein Tor da nicht an.

Noebels konnte das kaum glauben: „Für mich war es ein gutes Tor.“
Die Referees entschieden nach Ansicht des Videobeweises auf kein Tor, weil Wolfsburg-Goalie Chet Pickard den Puck hauchzart mit seiner Kelle berührt hatte. Nicht nur Noebels war das viel zu wenig: „Er lag in der komplett anderen Ecke und hatte keine Chance mehr, an die Scheibe zu kommen.“
Zu diesem Schluss kamen wohl auch die Regelhüter. Sie vermeldeten am Abend: „Die Deutsche Eishockey-Liga hat diese Spielszene zum Anlass genommen und festgelegt, dass ein derartig minimaler Puckkontakt durch den Torwart in Zukunft nicht ausreichen soll, um die Ausführung des Penaltys zu beenden und demnach kein Tor zu geben.“

DEL will Klarheit schaffen

Schiri-Chef Lars Brüggemann ergänzte: „Diese Szene ist ganz sicher diskutabel. Es geht im Sinne des Eishockeys darum klarzustellen, dass wir in derartigen Fällen in Zukunft auf Tor entscheiden sollten.“ Gut so.

Das Spiel bleibt für die Bären zwar verloren (Noebels: „Wir waren einfach nicht gut genug für drei Punkte“), aber der bittere Beigeschmack ist weg. EHC-Sportchef Stéphane Richer: „Wir hatten gute Gespräche mit der DEL. Es spricht für die Liga, dass sie den Fall von sich aus angesprochen hat und für die Zukunft etwas verbessern möchte.“ 

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